Webfilter "In the Cloud"

von Torsten Kieslich

 am 16.02.2010

Einen Webfilter-Service "in the Cloud" will ab März das Unternehmen antispameurope auf den Markt bringen. Der „Managed Service“ soll gefährliche und unerwünschte Webseiten blocken, ohne dass Hard- oder Software installiert werden muss. Der Service soll vor allem für Unternehmen interessant sein. Der Security-Spezialist antispameurope wird den neuen Webfilter Service auf der CeBIT 2010 präsentieren.

Für den Webfilter sollen weder eine lokale Installation noch Updates notwendig sein. Stattdessen wird der gesamte Web-Datenverkehr über die mehrfach gesicherten Rechenzentren von antispameurope geleitet und dort auf potenziell gefährliche Inhalte untersucht. antispameurope nutzt dabei auch Informationen, die aus der Verarbeitung von Spammails stammen.

"Links auf gefährliche Websites werden häufig per E-Mail verbreitet. Aus der Analyse dieser Daten gewinnen wir wertvolle Erkenntnisse über Websites mit potenziell gefährlichen Inhalten", erklärt Daniel Hofmann, Geschäftsführer von antispameurope.

Ein integrierter Virenscanner soll zusätzlich erkennen, wenn Viren oder Trojaner heruntergeladen werden. Die digitalen Schädlinge sollen so bereits geblockt werden, bevor sie das Firmennetz des Kunden erreichen können.

"Online-Kriminelle versuchen immer häufiger, ihre gefährlichen und illegalen Inhalte über normale Webseiten unters Volk zu bringen", so Daniel Hofmann. Was für Privatnutzer ein Risiko sei, stelle sich für Unternehmen als ernste Gefahr mit kostspieligen Folgen dar. "Datenverluste, Image-Schäden und Schadensersatzforderungen sind nicht selten das Ergebnis von Web-Angriffen, die manchmal überhaupt nicht bemerkt werden!"

Der Webfilter-Service sperrt auch den Zugang zu Seiten, die nicht erwünscht sind: So können Arbeitgeber die Nutzung des Internetzugangs am Arbeitsplatz so regulieren, dass keine illegalen Inhalte über den Firmenserver abgerufen werden. Welche Inhalte als unerwünscht gelten, lässt sich mithilfe von 15 Themenbereichen und mit jeweils bis zu 18 Unterpunkten festlegen. Die Berechtigungen können für alle Nutzer gelten, für frei konfigurierbare Benutzergruppen oder zielgenau für einzelne Benutzer eingestellt werden. Im Fall einer Sperrung können Nutzer eine Freigabe der Seite anfordern - die dann einfach per Mausklick durch den Administrator bestätigt und in einer Whitelist gespeichert werden kann.

Über das integrierte Statistik-Tool können Unternehmen auch Erkenntnisse über die Internetnutzung gewinnen: Geblockte Webseiten werden ebenso aufgeführt wie die am häufigsten aufgerufenen Webseiten, übersichtlich sortiert nach Kategorien. Konform zu Anforderungen des Datenschutzes sind allerdings nur Sammelstatistiken verfügbar. Eine Aufzeichnung des Nutzungsverhaltens einzelner Nutzer ermöglicht der Service nicht. (tok)

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