BSI: Offizielle Warnung vor dem Internet Explorer

von Tino Hahn

 am 17.01.2010

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt derzeit davor, den Internet Explorer als Browser einzusetzen. Grund für diese drastische Warnung ist eine Schwachstelle in der Sicherheit des Microsoft-Browsers:

 Durch diese Sicherheitslücke werden Angriffe auf die Suchmaschine Google sowie zahlreiche weitere Unternehmen durchgeführt. Anders als bei vielen anderen Gefahren, die im Internet drohen, reicht diesmal bereits das reine Betrachten einer infizierten Seite aus, damit der Rechner ebenfalls infiziert wird.

Das BSI schreibt in seiner Warnung: „Die Schwachstelle ermöglicht Angreifern, über eine manipulierte Website Schadcode in einen Windows-Rechner zu schleusen und zu starten".

Deshalb soll  vom Einsatz des Internet Explorers 6, 7 und 8 sowohl unter Windows 7, Windows Vista als auch unter Windows XP verzichtet werden. Die höchste Gefahr droht Nutzern von Windows XP und Internet Explorer 6, doch auch unter Windows 7 und Windows Vista mit den aktuelleren Version 7 und 8 des Internet Explorers kann keine Entwarnung gegeben werden.

Diese Warnung gilt solange, bis Microsoft einen Patch veröffentlicht, der dieses Leck stopft. Microsoft selbst hat die Existenz dieser Sicherheitslücke bereits bestätigt und arbeitet unter Hochdruck an einem Software-Flicken, der dieses Leck stopft.

Die aktuelle Angriffswelle rollt aus chinesischer Richtung und richtet sich in erster Linie gegen Google und soll Informationen über Menschenrechtsaktivisten ans Tageslicht fördern. Google hatte aufgrund der Angriffe bereits offen mit einem Rückzug vom chinesischen Markt gedroht. Außerdem hat Google sämtliche Zensuren seiner chinesischen Suchmaschine als öffentlichen Protest aufgehoben.

Aktuell sind zwar noch keine Privatanwender im Fokus der Hacker, doch dies könnte sich bereits innerhalb kürzester Zeit ändern: Solche Schwachstellen werden nach Bekanntwerden in unschöner Regelmäßigkeit auch von Trittbrettfahrern genutzt.

Deshalb empfiehlt das BSI und wir ebenfalls den Einsatz eines alternativen Browsers wie beispielsweise dem weit verbreiteten Firefox. Dieser Browser hat dem Internet Explorer in Deutschland in der Beliebtheit bereits den Rang abgelaufen und wird von Millionen von Nutzern verwendet.

Download von Firefox: http://www.winopen.de/downloads/details/download/02/Mozilla-Firefox/

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Fred, 18.01.2010 19:08:
das soll nur ein Test sein, weil auf der Seite des Herrn Backer kein Kommentar gesendet werden kann. Sinnvollerweise ist das Feld mit den 2 Wörtern, die man zwecks Absenden eingeben muss, teilweise überblendet. Das ist hier latürnich ganz genau so??!
m, 19.01.2010 07:22:
hm, ob das geht