Kopfschmerzen bei 3D-Filmen wie „Avatar“? Das muss nicht sein:

von Tino Hahn

 am 21.12.2009

Die Hoffnung von Hollywood liegt im 3D-Kino, weshalb in diesen Tagen alle Blicke auf „Avatar“ ruhen, dem neuen Film des „Titanic“-Regisseurs James Cameron.

Mit einem geschätzten Gesamtbudget von rund 500 Millionen US-Dollar hat er ein 162-minütiges Epos geschaffen, dessen beeindruckende 3D-Landschaften in dieser Form noch nicht mal ansatzweise auf der großen Leinwand zu bewundern waren.

Doch ein Ausflug in die dreidimensionale Kinowelt hinterlässt bei einigen Filmfreunden Kopfschmerzen: Der Versuch, unscharf gezeigte Objekte mit dem Auge zu fokussieren, scheitert zwangsläufig und verursacht diese Kopfschmerzen. Doch es gibt einige einfache Tricks, mit denen Sie Filme wie „Avatar“ auch ohne Aspirin danach genießen können:

In der Realität kann das Auge zwischen Objekten im Vordergrund und Objekten im Hintergrund hin- und herwechseln und das jeweils anvisierte Objekt scharf darstellen. Bei einem 3D-Film funktioniert dies jedoch nicht, da die Dreidimensionalität dem Gehirn lediglich vorgegaukelt wird. Deshalb ist es sinnvoll, bei einem Film wie „Avatar“ lediglich den Bereich des Bildes zu betrachten, der auch scharf dargestellt wird. Dabei handelt es sich um den Bereich der jeweiligen Szene, auf dem der Schwerpunkt der Inszenierung ruht.

Natürlich ist es insbesondere bei einem vor Details förmlich überbordenden Film wie „Avatar“ sehr schwierig, den Blick nicht frei schweifen zu lassen, doch unscharf dargestellte Objekte werden Sie nicht fokussieren können. Halten Sie sich deshalb lieber daran, die von der Kamera vorgegebene Perspektive beizubehalten und die Elemente des Bilds anzuschauen, die auch scharf und plastisch dargestellt werden.

Außerdem ist es sinnvoll, möglichst genau in der Mitte des Bildes zu sitzen, da an dieser Position das Bild so gezeigt wird, wie es vom Regisseur gewollt bzw. von der Kamera aufgezeichnet wurde. Ihren Kopf sollten Sie ebenfalls so gerade wie möglich halten, da bereits eine leichte Schieflage des Kopfes dazu führt, dass das Bild verschwimmt.

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3DKino, 28.12.2009 16:56:
Die 3D-Filme werden schon "Kopfschmerzenfreundlich" produziert: Am Anfang werden die 3D-Effekte sparsam eingesetzt, und erst gegen Ende des Films werden die vollen Möglichkeiten ausgeschöpft, wenn sich das Auge daran gewöhnt hat. Wer sich selbst von 3D überzeugen möchte kann unter www.kinos3d.de nach einem Kino suchen.