Web 2.0 als Informationsquelle für Bewerber und Unternehmen

von Torsten Kieslich

 am 25.02.2010

Internet-Stellenbörsen und Unternehmens-Webseiten zählen noch immer zu den wichtigsten Kanälen, sowohl für Unternehmen, die vakante Stellen besetzen müssen, als auch für Jobsuchende, um sich über offene Stellen oder potenzielle Arbeitgeber zu informieren. Web 2.0-Anwendungen bieten jedoch völlig neue Wege der Kandidatenansprache und Informationsverbreitung. Dies zeigen die aktuellen Studien "Recruiting Trends 2010" sowie "Bewerbungspraxis 2010" des „Centre of Human Resources Information Systems“ (CHRIS) der Universitäten Bamberg und Frankfurt am Main und des Online-Karriereportals Monster.

Die "Recruiting Trends 2010" zeigen, dass mehr als drei von zehn Unternehmen regelmäßig auf das Karrierenetzwerk Xing zurückgreifen, um Informationen über potenzielle Kandidaten zu sammeln. Mittels Google1 recherchieren rund 22 Prozent der Personaler häufig, gefolgt vom amerikanischen Karrierenetzwerk Linkedln mit über 12 Prozent. Blogs und weitere Online-Netzwerke wie StudiVz/MeinVz oder Facebook werden von deutlich weniger als 10 Prozent der befragten Firmen bei der Informationssuche über Kandidaten regelmäßig genutzt.

Auch Stelleninteressierte recherchieren regelmäßig im Internet, um sich über Unternehmen und deren Image zu erkundigen. Über die Hälfte der befragten Jobsuchenden nutzt dabei laut der Studie "Bewerbungspraxis 2010" vor allem die Suchmaschine Google häufig. Dahinter folgt das Karrierenetzwerk Xing: Jeder vierte Stellensuchende oder Karriereinteressierte sucht hier häufig nach Informationen über Arbeitgeber. Blogs, Unternehmensbewertungsplattformen wie kununu.de und weitere Netzwerkplattformen wie StudiVz/MeinVz, Facebook oder Linkedln spielen bei den Jobsuchenden in diesem Kontext nur eine unbedeutende Rolle.

Den Jobsuchenden stehen heute jedoch noch weitere Hilfsmittel im Internet zur Verfügung. So bieten beispielsweise viele Unternehmen selbst aufbereitete Informationen in Form von Videos, RSS-Feeds oder Podcasts an. Die Resonanz der Bewerber hierauf ist jedoch verhalten: Lediglich 12 Prozent der befragten Jobsuchenden schauen sich häufiger Firmenvideos an. Nur einer von zehn Karriereinteressierten nutzt zudem regelmäßig RSS-Feeds oder beteiligt sich häufiger an Self-Assessment-Tools der Unternehmen.

Podcasts und Diskussionsgruppen in sozialen Netzwerkplattformen werden derzeit nur sehr verhalten genutzt, ebenso wie die Möglichkeit, den eigenen Arbeitgeber in einer Unternehmensbewertungsplattform zu bewerten.

Die vollständigen Studien "Recruiting Trends 2010" und "Bewerbungspraxis 2010" können bei Monster Deutschland unter studien@monster.de angefordert werden. (tok)

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