Stellen Sie die VNC-Verbindung über das Internet her

von Reiner Backer

 am 25.10.2009

Damit der Ziel-PC auch hinter einem NAT-Router erreichbar ist, müssen die für VNC-Sitzungen benötigten Ports durchgeleitet werden

Sofern sich VNC-Server und -Client im gleichen lokalen Netz befinden, ist eine VNC-Sitzung meist problemlos hergestellt. Komplizierter wird es, wenn die PCs über das Internet miteinander kommunizieren sollen. Sind die beteiligten Rechner unmittelbar via DSL-, Analog- oder ISDN-Modem mit dem Internet verbunden, unterscheidet sich die Verbindungsaufnahme nicht von der im lokalen Netz. Ist der fernzuwartende PC hingegen per (WLAN)-Router an das Internet angeschlossen, werden die eingehenden Verbindungen des VNC-Clients nicht zum Zielrechner durchgereicht, sondern verworfen, weil der Router nicht weiß, wohin mit den Paketen. Der Trick besteht nun darin, in der NAT-Tabelle („Network Address Translation“) des Routers statische Einträge anzulegen, damit die entsprechenden Pakete zum gewünschten Zielrechner durchgereicht werden. Diese Technik ist gemeinhin unter dem Begriff „Port Forwarding“ bekannt:

  1. Ermitteln Sie zunächst mit dem Befehl ifconfig <Return> die lokale Adresse des fernzusteuernden PCs und anschließend mithilfe des Browsers und der Internetseite www.wieistmeineip.de die vom Internet-Provider zugeteilte öffentliche IP-Adresse.
  2. Öffnen Sie dann die Router-Konfiguration und halten Sie nach Optionen wie „Port Forwarding“, „Portweiterleitung“ oder „Virtual Server“ Ausschau.
  3. Tragen Sie anschließend auf der zugehörigen Konfigurationsseite die lokale IP-Adresse – in diesem Fall „192.168.0.2“ – sowie den durchzuleitenden Port, zumeist 5900, und als ProtokollTCP“ ein.
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