Achten Sie auf den Onboard-Sound
Grundsätzlich sind alle aktuellen Motherboards für hochwertigen Sound ausgelegt. Doch damit die Platine Töne erzeugen kann, muss neben der Southbridge-Integration auch ein Klang-Codec auf der Platine platziert sein. Dabei gibt es aber große Unterschiede: Bei einigen Platinen, vor allem jenen für das Niedrigpreissegment, werden billige Codecs verwendet, die einen blechernen Klang erzeugen. Aktuell zählt Realteks ALC-863 zu den eher schwächeren Codecs.
Tipp! Als besonders gut hat sich dagegen der ALC 880/888 erwiesen, der auf vielen Oberklasse-Motherboards zum Einsatz kommt. Realtek stellt übrigens knapp 90 % aller Codecs auf Motherboards, selten trifft man noch auf Creative- oder C-Media-Chips.
Aktuelle Chipsätze beherrschen die Ausgabe von acht Kanälen (7.1) bei einer Abtastrate von 96 kHz und einer Auflösung von 20 Bit. Meist kombinieren die Motherboard-Hersteller solche Chipsätze mit einem ALC-8xx-Codec, der die Signale in anständiger Qualität umwandelt. Für Wohnzimmer-PCs und durchschnittliche Ansprüche genügt die Leistung dieser Kombination völlig. Wenn Ihr PC allerdings zur (semi-)professionellen Audiobearbeitung dienen soll, führt kein Weg an einer PCI-(Express-)Soundkarte vorbei.
Intel hat 2004 den letzten Standard für Onboard-Sound unter dem Namen „High Definition Audio“ (kurz: HDA, Codename „Azalia“) veröffentlicht. Ein Nachfolger ist zurzeit nicht in Sicht, sodass auch die Motherboards des nächsten Jahres keine Verbesserungen bringen werden.
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