Druckdüsen statt Dreckdüsen: Mit der richtigen Patronen-Reinigung zum besten Druckbild
Bei langer Nichtbenutzung oder falscher Parkposition des Druckkopfs trocknen die Druckdüsen Ihres Tintenstrahldruckers oder auch Tintenstrahlfaxgeräts ein. Streifen oder ein sehr fahler Ausdruck sind daher der häufigste Fehler beim Tintenstrahldruck. Sind Ihre Tintentanks gut gefüllt, liegt dieser Fehler in den meisten Fällen an eingetrockneten, verschmierten oder verstopften Düsen. Mit einer oder mehreren der folgenden Maßnahmen bekommen Sie die Düsen wieder frei:
Spülgang: Nehmen Sie als erste Maßnahme einen Spülgang vor, den Sie über die Druckerverwaltung oder den Druckertreiber in der Windows-Systemsteuerung einleiten. Dort finden Sie ein Register, das meist „Wartung“ oder „Service“ heißt. Je nach Drucker steuern Sie diese Funktion über den Druckertreiber oder auch eine Taste am Drucker selbst.
Intensivreinigung: Zusätzlich zur normalen Reinigung bieten viele Drucker auch eine Intensivreinigung an, die Sie bei Erfolg versprechendem Zwischentest durchaus zwei- bis dreimal einsetzen können. Allerdings verbraucht die Intensiv-Düsenreinigung einiges an Tinte, denn aufgrund der in der Tinte enthaltenen Lösungsmittel wird sie als extrem teure Reinigungsflüssigkeit verwendet.
Alkohol: Bei Druckern mit getrenntem Druckkopf und Tintentank (vor allem Canon) entnehmen Sie den Druckkopf und reinigen den Düsenaustritt mit einem Wattestäbchen und einer Reinigungsflüssigkeit. Spezielle Reinigungsflüssigkeit dafür erhalten Sie im PC-Zubehör. Alkohol aus der Apotheke (oder Doppelkorn vom Discounter) erfüllt die Reinigungsaufgabe aber auch. Insbesondere sichtbare Verkrustungen können Sie auf diesem Wege gut auflösen und entfernen.
Reinigung des Druckkopfes: Bleiben die Streifen hartnäckig bestehen, können Sie Ihren Druckkopf möglicherweise trotzdem retten: Entnehmen Sie alle Patronen und füllen Sie etwas Reinigungsalkohol in einen flachen Unterteller. Setzen Sie den Druckkopf über Nacht dort in ein getränktes Wattepad ein. Es besteht eine gute Chance, dass der Druckkopf danach wieder mit einer normalen Düsenreinigung im Drucker fehlerfrei arbeitet.
Ultraschall-Reinigungsgerät: Profis verwenden auch ein Ultraschallbad, um hartnäckig verstopfte Druckköpfe wieder frei zu bekommen. Ultraschallreiniger für Kleinteile. Die Geräte wie beispielsweise der AEG USR 5516 kosten ab 30 €, sind also günstiger als eine neue Druckkopfpatrone.
Reinigung per Entlötpumpe: Um Verstopfungen der Druckdüsen zu lösen und zu entfernen, lässt sich auch eine mechanische Zinnabsaugpumpe (Entlötpumpe) einsetzen, die einen ruckartigen Unterdruck erzeugt. Sie erhalten eine Entlötpumpe wie das Modell von Wentronic in jedem Elektronikshop und bei vielen Onlineshops für wenige Euro.
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