Analysieren Sie Fehler bei CPU und Motherboard

Auf diesem Motherboard findet sich der Reset-Jumper seitlich neben zwei SATA-Festplatten-Anschlüssen
Ein Motherboard sollte bereits starten, wenn es nur mit CPU, Kühler und Speicher versehen ist. Möglicherweise wird noch eine zusätzliche Grafikkarte benötigt, wenn kein Onboard-Grafikadapter vorhanden ist. Ist kein Start möglich, sollten Sie das BIOS auf die Standardwerte zurücksetzen. Dazu müssen Sie das Stromkabel abziehen und den Reset-Jumper für den BIOS-CMOS-Speicher für ein paar Minuten in die Löschposition setzen.
- Startet Ihr Motherboard auch nach dem CMOS-Reset nicht, prüfen Sie als Nächstes, ob das Motherboard durch einen Einbaufehler am Start gehindert wird. Dazu müssen Sie das Board aus dem PC-Gehäuse ausbauen. Beschriften oder dokumentieren Sie den Anschluss aller verbliebenen Kabel, bevor Sie sie abziehen und das Board losschrauben. Häufig anzutreffende Einbaufehler sind verbogene Montagebleche, die Kurzschlüsse auslösen, oder leitende Gegenstände wie Schrauben, die unter dem Motherboard klemmen.
- Führen auch diese Schritte nicht zum Erfolg, bleibt nur noch die CPU als Fehlerquelle übrig. Nehmen Sie zur Überprüfung also den Prozessorkühler ab und entriegeln Sie die CPU. Prüfen Sie, ob sich an der CPU Verfärbungen oder Schmauchspuren finden. Dies würde nämlich auf einen CPU-Defekt durch Überhitzung hindeuten. Prüfen Sie auch das Motherboard in gleicher Art und Weise. Möglicherweise entdecken Sie bei näherer Betrachtung Beschädigungen in einem Steckplatz, aufgeplatzte oder aufgeblähte Kondensatoren oder Überhitzungsspuren auf der Unterseite des Motherboards.
- Wenn Sie Ihren PC wieder montieren, bauen Sie nicht alle Komponenten auf einmal ein. Gehen Sie vielmehr wieder schrittweise vor. Bei einem funktionierenden Motherboard muss die BIOS-Fehlersignalisierung nach der Montage der CPU mit dem Kühler ansprechen. Ohne CPU gibt es keine Fehlersignalisierung, da diese BIOS-Routinen ja auch bearbeitet werden müssen.
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