Ausspionierte Social Network-Accounts ermöglichen Zugriff auf E-Mail-Postfächer
Viele Nutzer beliebter Social-Media-Plattformen gehen fahrlässig mit der Verwendung ihrer Zugangsdaten um. Zu diesem Ergebnis gelangt Virenschutz-Experte BitDefender (www.bitdefender.de) nach Abschluss eines einwöchigen Experiments. Demnach verwenden 75 % der zufällig ausgewählten User das gleiche Passwort, mit dem sie auch ihren E-Mail-Account schützen: ein Fehler, auf den Datendiebe nur warten.
Der Schutz privater Daten ist bei vielen Internetnutzern immer noch zweitrangig. Innerhalb einer Woche gelangte BitDefender an mehr als 250.000 E-Mail-Adressen, Passwörter und Benutzernamen - und das auf sehr einfache Weise via Online-Recherche in Suchmaschinen, in Blog-Postings, auf Torrent-Webseiten etc. Eine stichprobenartige Überprüfung dieser Liste zeigte zudem, dass 87 % der ungeschützten Konten immer noch gültig sind und mit den entsprechenden Anmeldeinformationen ausspioniert werden können.
"Es ist beängstigend, dass wir mit nur wenigen Einträgen und Klicks in Suchmaschinen und anderen Web-Plattformen eine solche Menge an sensitiven Daten finden konnten", kommentiert Sabina Datcu, BitDefender E-Threat Analyst und Autor des Experiments. "Auf Grund der alarmierenden Ergebnisse dieses Versuches sollten sich User bewusst werden, dass die sichere Verwendung eines Passworts, einer E-Mail-Adresse oder eines Social Network Account genauso wichtig ist wie ein Türschloss im eigenen Haus."
Die Folgen dieser Sicherheitslücken können verheerend sein und reichen vom Datendiebstahl über E-Mail-Account-Hacking bis hin zu gezielten Spamattacken inklusive hochgefährlicher Malware-Verbreitung.
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