Google: So bleibt Ihr WLAN draussen aus der Geo-Datenbank
Mitte 2010 war ans Tageslicht gekommen, dass Google mit seinen Street-View-Autos auch die Position von WLANs gesammelt hat. Auf diese Weise wird es möglich, die Positionen von Geräten zu ermitteln, wenn die Ortung per GPS oder via Funkmasten zu ungenau ist.
Die niederländische Datenschutzaufsicht hatte im August 2011 Google dazu verpflichtet, "Nutzern eine Opt-out-Möglichkeit anzubieten, sodass sie wirksam der Verarbeitung von Daten ihrer WLAN-Router widersprechen können - jederzeit und ohne Kosten".
Diese Möglichkeit sieht wie folgt aus: Der Name des WLANs muss um den Zusatz "_nomap" ergänzt werden. Sobald dies erfolgt, wird das WLAN nicht mehr von Google bei der Erfassung von WLANs berücksichtigt.
Laut Google soll diese Methode "die nötige Balance zwischen Einfachheit und Schutz gegen Missbrauch" bieten. Das dürften jedoch zahlreiche Anwender ganz anders sehen - immerhin ist es alles andere als einfach, als Einsteiger den Namen des WLANs zu ändern.
Aufgrund der Vielzahl von Router-Modellen und Anbietern ist eine Hilfestellung schwierig - konkrete Informationen können Sie dem Handbuch Ihres Routers entnehmen.
Grundlegend müssen Sie die SSID (Service Set Identifier) Ihres WLANs um den Zusatz "_nomap" ergänzen: Aus dem WLAN "Mein WLAN" wird also "Mein WLAN_nomap".
Absurd: Google erläutert auf einer englischsprachigen Webseite, wie deutschsprachige Nutzer verhindern können, in die Geo-Datenbank aufgenommen zu werden. Deutschsprachige Infos? Bislang Fehlanzeige.
Generell dürfte Google noch einiger Ärger ins Haus stehen: Zahlreiche Anwender werden es nicht hinnehmen, dass sie aktiv den Namen ihres WLANs ändern müssen, weil sie anders nicht dem Suchmaschinen-Riesen entkommen können. Verbraucherschützer dürften ebenfalls in den kommenden Tagen Sturm laufen.
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