Hacker nutzen die WM 2010 verstärkt für Angriffe aus
Die Fußballweltmeisterschaft freut die Fans, aber auch Spammer und Hacker. Für sie ist die WM eine gute Gelegenheit, um Traffic von populären Webseiten umzuleiten und Daten abzuschöpfen. Sicherheitsspezialist Fortinet geht davon aus, dass "Social Engineering"-Attacken zur WM Konjunktur haben. Hacker bringen dabei vertrauliche Informationen über soziale Kontakte in Erfahrung, indem sie eine vertrauenswürdige Identität vortäuschen. Selbst einfachste Methoden wie Spam-Mails mit "bösartigem" Inhalt führen dann zum gewünschten Erfolg.
Verfolgen Mitarbeiter die WM online über Netzwerke, Computer, iPads oder SmartPhones ihres Arbeitgebers, steigt das Sicherheitsrisiko für das Unternehmen. Selbst bei ausgereifter Security-Technik bleibt die Reaktion des Empfängers unkalkulierbar: Ein vermeintlich harmloser Link ist ebenso schnell angeklickt, wie ein interessant scheinender Dateianhang geöffnet. Genau hinsehen kostet Zeit, kann aber Ärger vermeiden, etwa wenn User bei Kartenverlosungen oder in FIFA-Meldungen zu weiteren Zahlungen oder der Angabe persönlicher Daten aufgefordert werden.
Unternehmen sind gut beraten, mit Blick auf die Fußball-WM ihre Mitarbeiter über bekannte und neue Risiken zu informieren. Selbst den Websites populärer Suchmaschinen ist nicht zu trauen: Bösartige Links wurden schon gezielt in den Top-Ergebnissen einer Suchabfrage gefunden. Aber auch Sicherheitsbeauftragte müssen sich über die aktuelle Gefahrenlage auf dem Laufenden halten. So genannte Threat Blogs helfen dabei. Mit Kontrolle und gesundem Misstrauen kann das Spiel gegen Hacker schon vor dem Anpfiff gewonnen werden.
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