In immer mehr Spam-Nachrichten finden sich Links
Die aktuellen Analysen zur weltweiten Online-Sicherheit förderten zutage, dass mittlerweile neun von zehn Spam-E-Mails einen Link enthalten. Im Mai gehörten lediglich fünf Prozent der Web-Adressen, die in solchen URLs auftauchten, zu eigenständigen, authentischen Internetseiten. Die vier am häufigsten in Spam-Links verwendeten Domain-Namen waren hingegen äußerst bekannten Websites zuzuordnen, über die registrierte User eigene Inhalte ins Netz stellen können - zum Beispiel im Rahmen von sozialen Netzwerken, über Blogs oder mittels File-Sharing.
"Im Vergleich zu Wegwerf-URLs, die nur für einen kurzen Zeitraum genutzt werden und danach nie wieder auftauchen, werden Spam-Domains, die zu allseits bekannten Websites gehören, tendenziell häufiger wiederverwendet und dauerhaft eingesetzt", kommentiert Paul Wood, MessageLabs Intelligence Senior Analyst bei Symantec Hosted Services, und ergänzt: "Möglicherweise ist dies darin begründet, dass es einiges an Arbeit kostet, auf diese Weise Spam-URLs zu erzeugen: Bei seriösen Anbietern solcher Internet-Dienste sind zunächst einmal CAPTCHAs zu lösen, erst dann ist es möglich, in großem Stil neue Accounts anzulegen, die sich schließlich für Spamming-Zwecke verwenden lassen."
Kein anderes Botnet verwendet derzeit mehr Wegwerf-Domains als Rustock. Demgegenüber ist das kürzlich wieder auf der Spam-Bühne aufgetauchte Botnet Storm das einzige derartige Netzwerk ferngesteuerter Rechner, das mehr rechtmäßige URLs als Einmal-Domains verwendet. Immerhin 65 Prozent der via Storm verbreiteten Spam-Nachrichten enthalten Links, die auf seriöse Domains verweisen, wobei es sich in vielen Fällen um URL-Abkürzungsdienste handelt. Bei Spam-Domains mit Einweg-Charakter ist es häufig so, dass diese bereits sehr schnell nach ihrer erstmaligen Registrierung für den Spam-Versand genutzt werden; im Durchschnitt kommen 50 Prozent dieser URLs binnen neun Tagen zum Einsatz, bevor sich die Spammer dann wieder neueren Domains zuwenden.
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