Spyware-Bedrohung nimmt massiv zu
Spyware ist für Nutzer des Internets eine wachsende Gefahr. Nach Analysen von G Data ist der Spyware-Anteil am gesamten Malwareaufkommen in den letzten sechs Monaten um 50% angestiegen. Das Ziel der Internet-Kriminellen ist der Diebstahl von Daten, wie Kreditkarten, Online-Banking, Accounts und Passwörter und diese für kriminelle Zwecke zu missbrauchen. Nutzer des Microsoft Windows-Betriebssystem sind besonders betroffen, denn 99,4% aller Computerschädlinge zielen darauf ab.
Was die Täter mit ergaunerten Daten machen
Nachdem die Infektion des Computers mit Hilfe eines Trojaners erfolgt ist, startet die Übertragung der ausspionierten Daten an die Kriminellen, ohne dass der Nutzer etwas bemerkt. Die Diebe haben es dabei auf Daten abgesehen, die sich zu Geld machen lassen. In speziellen Untergrund-Shops lassen sich damit mitunter enorme Gewinne erzielen. Die Preise für geklaute Daten variieren nach Qualittät (z.B. Vollständigkeit) und nach Angebot und Nachfrage. So werden seltene ICQ-Accounts oder Daten für DHL-Packstationen zu höheren Preisen gehandelt als die allgegenwärtigen Kreditkartendaten.
Im weiteren Workflow werden die gestohlenen und verkauften Datensätze von Dritten für weitere Taten eingesetzt. Die Täter kaufen Ware in verschiedenen Shops ein, oft bis zum Kreditkartenlimit. Über Mittelsmänner und DHL-Packstationen gelangt die Ware dann an die Kriminellen. Hier kommen die geraubten Accountdaten von Packabholstationen zum Einsatz. Durch den Verkauf der Ware, gelangen die Kriminellen schließlich an das Geld.
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