Weihnachtsgrüße locken in die Malware-Falle

17.12.2009

Weihnachtsgrüße an Freunde und Bekannte per Grußkarte oder E-Mail zu versenden, wird von Jahr zu Jahr immer beliebter. Die jährlichen Feiertage sind aber auch in den Business-Kalendern der Spam-Versender fest eingetragen. G Data rechnet daher in den kommenden Wochen mit einer deutlichen Zunahme von Spam mit Weihnachts- und Neujahrsbezug. Die Täter nutzen dabei gefälschte E-Cards und modifizierte E-Card Seiten zur Verbreitung von Computerschädlingen, um so die Rechner der Empfänger mit Schadcode zu infizieren und sie unter ihre Kontrolle zu bringen.

Immer wieder verschicken Spammer zu besonderen Anlässen und Feiertagen massenhaft gefälschte E-Cards. Aktuell erhalten die Experten von G Data bereits vermehrt Varianten gefährlicher Weihnachts- und Silverstergrüße.

Seriöse Anbieter von Onlinegrußkarten nennen in der Betreffzeile den kompletten Namen des Absenders. Grußkarten die „von einem Freund“ oder „von einem Nachbarn“ oder auch „von einem Kollegen“ oder ähnlich anonymen Quellen kommen, sollten direkt ignoriert werden und gehören ungelesen in den Papierkorb. Rechtschreib- und Grammatikfehler sowie fehlende oder falsch dargestellte Umlaute im Betreff oder Text der E-Mail sind ebenfalls ein Indiz für Betrugsmails.

In einigen Grußkarten ist der Gruß angeblich als Datei an die E-Mail angehängt. Solche E-Cards sollten einfach gelöscht werden. Seriöse Anbieter von elektronischen Grußkarten versenden keine Gruß-Mails mit Anhängen. Man sollte ebenfalls misstrauisch werden, wenn nach dem Klick auf den Link in einer solchen E-Mail der Download einer Datei gefordert wird. Aber auch wenn die Webseite hinter dem Link auf den ersten Blick unverdächtig erscheint, kann unbemerkt Schadcode auf den Rechner gelangen.

Eine weitere Variante, um Malware auf den Rechner des E-Card Empfängers zu schleusen, ist die Aufforderung, den Flash-Player, andere Abspielsoftware oder einen Codec zu aktualisieren. Sobald die gefälschte Grußkartenseite aufgerufen wurde, öffnet sich ein PopUp Fenster mit einem Downloadlink zum angeblichen Update. Aktualisierung für Software sollte nicht über solche PopUps erfolgen, sondern immer direkt beim Hersteller abgerufen werden.

Tipps zum Schutz:

  • Löschen Sie E-Cards von Ihnen unbekannten Absendern ungelesen
  • E-Card Mails mit übermäßig vielen Rechtschreib- und Grammatikfehlern sowie
  • fehlenden Umlauten sollten ebenfalls gelöscht werden
  • Löschen Sie auch Grußkarten-Mails mit Anhängen, ohne diese zu öffnen
  • Klicken Sie nicht unbedacht auf die angezeigten Links in den Mails
  • Laden Sie Programmupdates nur von den Herstellerseiten herunter

Mit unseren Experten-Tipps sind Sie auf der sicheren Seite!

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Ihr IT Sicherheit Experte

Reiner Backer
Reiner Backer ist seit 14 Jahren für Computerwissen als Redakteur in den Bereichen Windows, Linux...

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