Ransomware: Erpresser-Software breitet sich aus
In den vergangenen Monaten haben die Panda Security Sicherheitslabore einen hohen Ransomware-Anstieg registriert. Bei Ransomware handelt es sich um Programme, die Daten auf fremden Computern verschlüsseln, so dass der Benutzer keinen Zugriff mehr darauf hat, und ein Lösegeld für deren Entschlüsselung fordern.
Um wieder Zugriff auf seine Daten zu haben, wird der Benutzer aufgefordert eine Internetseite aufzurufen und dort eine Software zur Entschlüsselung herunterzuladen. Dafür jedoch wird ein Passwort benötigt, welches der geschädigte Benutzer käuflich erwerben muss.
100 Euro oder die Daten bleiben verschlüsselt
Während vor einigen Monaten vermehrt Ransomware-Angriffe gestartet wurden, die sich als Microsoft-Meldungen tarnten, den Nutzer beschuldigten eine illegale Windows-Kopie im Einsatz zu haben und bei Nicht-Zahlung mit Strafanzeige drohten, geben die neusten Exemplare an, direkt von einer Strafverfolgungsbehörde zu stammen. Die entsprechenden Meldungen sind auch nicht mehr nur, wie bei etwas älteren Ransomware-Mustern, in englischer Sprache verfasst, sondern jeweils in der Sprache des anvisierten Landes übersetzt. In den meisten Fällen handelt es sich dabei u.a. um deutsche, spanische und niederländische Nachrichtentexte.
In dem neuesten Fall, den die Panda Labore entdeckt haben, werden Benutzer beschuldigt, auf illegale Inhalte (Kinder-Pornographie oder Terrorismus) angeblich zugegriffen zu haben. Daher sei ihr Computer gesperrt worden. Der Zugriff wird ihnen erst nach Zahlung von 100 Euro wieder gewährt. Da der Computer tatsächlich gesperrt ist, sollte man zur Behebung des Problems den Rechner im Safe Modus neu starten und ihn dann mit Hilfe einer Antivirenlösung nach Malware scannen.
Panda Security stellt allen Anwendern seine Antivirenlösung aus der Cloud, Panda Cloud Antivirus, kostenfrei zur Verfügung.
Quelle: Panda Security
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