Neue Gefahr aus dem Internet: Stuxnet greift über neue USB-Sicherheitslücke an

24.07.2010

Der Erfindungsreichtum Krimineller ist groß: Aktuell hat Symantec eine neue Bedrohung namens Stuxnet entdeckt, die seit Kurzem Cyber-Angreifern den Zugang zu den Daten international operierender Unternehmen ermöglicht. Die neue Technik basiert auf dem Ausnutzen einer bisher unbekannten Zero-Day-Schwachstelle in der Windows Shell und erinnert teilweise an den Hydraq-Angriff Anfang 2010. Das Herzstück von W32.Stuxnet ist eine manipulierte .lnk Datei (Windows-Verknüpfung) gekoppelt mit einer Rootkit-Komponente, hinter der sich zwei Dateitypen verbergen: Erstens Dateien, die auf ''.lnk'' enden, und zweitens Dateien, die mit ''~WTR'' beginnen und mit ''.tmp'' enden. Darüber hinaus enthält der Schädling verschiedene weitere Funktionen und versucht unter anderem, Zugang zu den so genanten SCADA en.wikipedia.org/... (Supervisory Control and Data Acquisition)-Systemen zu erlangen. Diese Systeme werden zwar aus Sicherheitsgründen meistens nicht mit dem Internet verbunden. Dennoch kann sich der neue Virus durchaus Zugriff auf SCADA verschaffen, indem er USB-Speichermedien als Vehikel nutzt.

Das "Einfallstor" USB-Laufwerk mittels autorun.inf ist nicht neu. Neu ist indes, dass eben autorun.inf nicht mehr benötigt wird. Sobald der ahnungslose Nutzer das Laufwerk öffnet, wird auf das Dateisystem zugegriffen, um die auf dem Medium befindlichen Inhalte anzuzeigen, und die manipulierte .Ink-Datei wird aktiv. Ist das System erst einmal infiziert, kann der Nutzer nicht mehr nachvollziehen, ob und welche Dateien auf das USB-Laufwerk kopiert werden - diese werden vom Rootkit verborgen. Der Angreifer selbst tarnt sich im iexplore.exe (Internet Explorer), der von Firewalls nicht beargwöhnt wird. So kann er sich weitgehend frei bewegen und sogar seinerseits Sicherheitsvorkehrungen attackieren und beeinträchtigen.


Mit unseren Experten-Tipps sind Sie auf der sicheren Seite!

DDV Ehrencodex E-Mail-Marketing
  • Wir benötigen Ihre E-Mail-Adresse für die Zusendung des Newsletters.
  • Wir geben Ihre E-Mail-Adresse garantiert nicht an Dritte weiter.
  • Jederzeit abbestellbar durch einen Link im Newsletter.

Weitere Artikel

Vorsicht! Wurm tarnt sich in gepacktem Anhang

USB-Sticks: häufig mit Viren verseucht

Passwort bei Hackerangriff gestohlen?


Ihr IT Sicherheit Experte

Reiner Backer
Reiner Backer ist seit 14 Jahren für Computerwissen als Redakteur in den Bereichen Windows, Linux...

Computerwissen empfiehlt:

Aktuell auf ComputerwissenTV

Klick statt Doppelklick

Vorschaubild für Klick statt Doppelklick

Unter Windows können Sie mit einem Doppelklick Ihre Anwendungen und Dateien aktivieren. Alternativ...
Video auf ComputerwissenTV anschauen...

Entfernen Sie temporäre Internetdateien automatisch

Vorschaubild für Entfernen Sie temporäre Internetdateien automatisch

Wenn Windows immer langsamer wird, sollten Sie das System aufräumen. Entfernen Sie beispielsweise...
Video auf ComputerwissenTV anschauen...

Probemberichte und -lösungen

Vorschaubild für Probemberichte und -lösungen

In Windows 7/Vista werden Abstürze nicht nur in der Ereignisanzeige festgehalten. Aktivieren Sie...
Video auf ComputerwissenTV anschauen...



Die von Ihnen eingegebene E-Mail Adresse ist nicht korrekt. Bitte korrgieren Sie Ihre Eingabe und klicken Sie auf "OK":

Bitte wählen Sie mindestens einen Newsletter aus und klicken Sie auf "OK"