USB-Sticks: häufig mit Viren verseucht

07.02.2012

Ein ungewöhnliches Projekt der Sicherheits-Experten Sophos sorgt derzeit für Aufsehen: Sie hatten bei einer Versteigerung der australischen Eisenbahn drei Beutel mit vergessenen USB-Sticks ergattert. 50 dieser Speicher-Sticks wurden von den Sicherheitsexperten unter die Lupe genommen - mit fatalem Ergebnis: 33 davon - also knapp zwei Drittel - waren mit Viren, Würmern oder Trojanern verseucht.


Diese hohe Zahl sorgt natürlich für Magengrimmen, weil USB-Sticks häufig an Freunde, Verwandte, Bekannte und Kollegen weitergegeben werden. Die Schädlinge können sich somit rasend schnell verbreiten.

Falls ihn Ihrem Hinterkopf jetzt der Gedanke aufkeimt, dass die USB-Sticks doch rein theoretisch auch von einfallsreichen Datendieben gezielt in den australischen Eisenbahn verteilt hätten sein können: Dies wäre natürlich im Bereich des Möglichen, doch die Sophos-Mitarbeiter haben keine Anhaltsgründe dafür gefunden. Außerdem landen verlorengegangene USB-Sticks in der Regel im Müll oder beim Fundbüro und werden nicht direkt an einen PC angeschlossen.

Besonders fatal: Teilweise fanden sich auch Schädlinge auf USB-Sticks, die an Apple-Rechnern genutzt wurden. Die Besitzer ahnten also nicht einmal, dass ihr USB-Stick eine Virenschleuder ist, weil er ihrem Betriebssystem nichts anhaben konnte. Sobald der Stick jedoch an einen Windows-Nutzer weitergegeben wurde, konnte er dort sein betrügerisches Treiben starten.

Die Moral von der Geschicht liegt auf der Hand: Trau einem USB-Stick nicht. Scannen Sie ihn stattdessen lieber mit Ihrem Virenscanner, bevor Sie darauf zugreifen. Achten Sie außerdem immer darauf, dass Ihr Virenscanner aktuell ist. Und falls Sie von Freunden, Verwandten oder Arbeitskollegen einen verseuchten USB-Stick erhalten, sollten Sie unverzüglich Bescheid sagen - in der Regel ist nämlich auch deren PC verseucht.


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