Verschlüsselte Container bieten Ihnen keinen zuverlässigen Schutz

18.07.2008

Eine Studie hat nun gezeigt, dass verschlüsselte Container keine wirkliche Sicherheit bieten. Anwendungen, die Ihre Daten temporär unverschlüsselt zwischenspeichern, korrumpieren das komplette Konzept.


Täuschungs-Betriebssystem, verschlüsselter Container und verstecktes Betriebssystem

Mit TrueCrypt 6.0a verstecken Sie Ihr Betriebssystem und erreichen so den maximal möglichen Schutz für Ihre Daten.

In einer aktuellen Studie zu der Open Source-Verschlüsselung TrueCrypt in der Version 5.1a zeigen Forscher der Universität Washington, zusammen mit dem Sicherheitsexperten Bruce Schneier, dass verschlüsselte Festplattenbereiche keinen ausreichenden Schutz vor Datenspionage bieten.
Ihre Ergebnisse sind hierbei nicht auf TrueCrypt beschränkt. Die aufgedeckten Probleme sind allgemeiner Natur und können auch bei Angriffen auf andere Verschlüsselungsprogramme genutzt werden.

Um auf die Daten der verschlüsselten Dateien zuzugreifen, nutzten die Forscher schlichtweg das Verhalten unterschiedlichster Anwendungen aus. Aus Sicht dieser Programme sind die sogenannten „verschlüsselten Container“ normale Laufwerke. Öffnen Sie aus solch einem verschlüsselten Bereich Ihrer Festplatte nun beispielsweise ein Word-Dokument, speichert Microsoft Word für die Wiederherstellung bei Systemabsturz eine Sicherungskopie außerhalb des verschlüsselten Bereichs. Diese temporären Dateien sind nicht verschlüsselt, wodurch Ihr Sicherheitskonzept korrumpiert wird. Zahlreiche Anwendungen verhalten sich laut Aussage der Forscher ähnlich.

Auch bei verschlüsselten USB-Sticks oder anderen externen Laufwerken besteht dieses Problem. Abhilfe schaffen Sie, indem Sie den Pfad der temporären Ordner (meist unterhalb Ihres Benutzerprofils in den Ordnern "Anwendungsdaten" und "Lokale Einstellungen\ Anwendungsdaten" bei Windows XP und "AppData\Roaming" bei Windows Vista) in Ihre verschlüsselten Container legen. Hierdurch wächst die Größer Ihrer Container aber meist stark an.

Alternativ verschlüsseln Sie direkt Ihr komplettes Betriebssystem. So sind alle temporären Daten mit verschlüsselt, auch wenn sie sich nicht unterhalb der oben beschriebenen Ordner befinden.

Unter Windows ist mit der aktuellen Version 6.0a von TrueCrypt auch das Verstecken Ihres Betriebssystems möglich, wodurch Sie die Sicherheit Ihrer Daten noch einmal zusätzlich erhöhen. Angreifer finden hier nur ein Täuschungs-Betriebssystem und einen verschlüsselten Container vor. Beide enthalten keine sensiblen Daten. Ihre wichtigen Daten befinden sich im versteckten Betriebssystem, dessen Existenz nur mit Ihrem Passwort festgestellt werden kann.


Mit unseren Experten-Tipps sind Sie auf der sicheren Seite!

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Arne Schwarze
Arne Schwarze ist Autor für die IT-Fachinformationsdienste „mIT Sicherheit“ und „Windows Server“....

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