Installieren Sie Cinelerra auf Ihrem Linux-System

22.01.2009

Nach dem Hinzufügen der zusätzlichen Paketquellen können Sie Cinelerra über die Synaptic-Paketverwaltung installieren

Cinelerra ist in zwei Versionen erhältlich: Neben der „offiziellen“ Version, bieten engagierte Projektmitglieder unter der Internetadresse http://cvs.cinelerra.org eine zusätzliche Community Version an: Cinelerra CV. Letztere zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass Programmfehler dank der regelmäßigen Updates deutlich schneller beseitigt werden, hingegen die offizielle Version nur etwa alle sechs Monate aktualisiert wird. Grundlage des folgenden Linux-Kurs ist deshalb die aktuelle Community Version Cinelerra CV.

Tipp! Vor der Installation empfiehlt sich ein Blick auf die Hardware-Anforderungen. Schließlich zählen Videoschnittprogramme zu den Performance-hungrigsten Anwendungen schlechthin. Cinelerra gibt sich diesbezüglich noch vergleichsweise bescheiden: Die Entwickler empfehlen eine 500-MHz-CPU nebst 256 MByte Hauptspeicher und einige GByte freien Festplattenspeicher. Sofern Sie von der in Version 2.1 implementierten OpenGL-Videobeschleunigung für Echtzeit- und Compositing-Effekte profitieren möchten, benötigen Sie eine entsprechende Grafikkarte sowie passende OpenGL-2.0-kompatible Grafikkartentreiber.

Die Installation von Cinelerra ist Dank der unter http://cvs.cinelerra.org/getting_cinelerra.php bereitgestellten Installationspakete unter den gängigen Distributionen mit wenigen Mausklicks bewerkstelligt. Unter OpenSuse genügt es, das Packman-Repository als weitere Installationsquelle in YaST einzutragen:

  1. Starten Sie YaST und klicken im YaST-Kontrollzentrum unter der Rubrik „Software“ auf „Installationsquelle wechseln“.
  2. Im Fenster „Konfigurierte Software-Kataloge“ klicken Sie dann auf die Schaltfläche „Hinzufügen“ und wählen unter „Medientyp“ die Option „HTTP“ aus.
  3. Im nächsten Schritt tragen Sie dann das Packman-Repository ein:
    packman.iu-bremen.de/suse/10.2/
  4. Nach der Installation finden Sie im K-Menü unter „AnwendungenMultimediaWeitere ProgrammeCinelerra“ einen entsprechenden Startmenüeintrag.
  5. Ähnlich komfortabel gelingt die Installation unter Ubuntu. Hier erweitern Sie zunächst die vorhandenen Paketquellen mit den folgenden beiden Befehlen:
    sudo su -c 'echo deb giss.tv/~vale/ubuntu32 ./ >> /etc/apt/sources.list' <Return>
    sudo su -c 'echo deb-src giss.tv/~vale/ubuntu32 ./ >> /etc/apt/sources.list'<Return>
  6. Anschließend können Sie Cinelerra bequem über die Synaptic-Paketverwaltung einspielen und dann unter „Anwendungen Unterhaltungsmedien –“ starten.

Tipp! Alternativ stehen Ihnen diverse Live-Distributionen wie beispielsweise Elive (www.elivecd.org) ,  dyne:bolic (www.dynebolic.org) oder Knoppix (www.knoppix.org) zur Auswahl, mit denen Sie Cinelerra ohne vorherige Installation ausprobieren können.


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Reiner Backer
Reiner Backer ist seit 14 Jahren für Computerwissen als Redakteur in den Bereichen Windows, Linux...

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