Richten Sie ein RAID-System unter Linux ein

26.04.2010

Mit einem RAID-System können Sie mehrere Festplatten zu einem Verbund zusammen schalten und damit wahlweise einen ordentlichen Performance-Schub oder zusätzlichen Schutz vor Datenverlusten bei Festplattenausfällen erreichen – je nach Konfiguration auch beides zugleich.

Eine deutliche Steigerung der Datentransferrate können Sie durch das Zusammenschalten mehrerer Festplatten zu einem RAID-0-Verbund („Striping“) erreichen: Die Daten werden in eine bestimmten Blockgröße, zumeist in 64 oder 128-KByte-Blöcken, unterteilt und anschließend reihum auf alle beteiligten Festplatten verteilt. Der Geschwindigkeitsvorteil ist vor allem beim sequenziellen Lesen und Schreiben spürbar, da sich die Datentransferraten der Einzelplatten nahezu addieren. Die Gesamtkapazität entspricht der Summe der Kapazitäten der einzelnen Platten. Einziger Nachteil: Durch das verteilte Speichern der Daten auf mehreren Festplatten genügt bereits der Ausfall einer einzigen Platte, um alle auf dem RAID-Array gespeicherten Daten unwiderruflich zu zerstören.

Maximalen Schutz vor Festplattenausfällen bieten Ihnen RAID-1-Systeme („Mirroring“): Auf allen angeschlossenen Festplatten werden exakt die gleichen Daten gespeichert, sodass diese beim Ausfall einer Platte vollständig auf den jeweils übrigen Platten zur Verfügung stehen. Sie können also ohne Performance- und Datenverluste weiterarbeiten. Allerdings stehen für die Nutzdaten lediglich Kapazitäten in der Größenordnung der jeweils kleinsten in das RAID-Array eingebundenen Festplatte zur Verfügung. Die übrigen Kapazitäten werden vollständig für die Redundanz eingesetzt.


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Reiner Backer
Reiner Backer ist seit 14 Jahren für Computerwissen als Redakteur in den Bereichen Windows, Linux...

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