Setzen Sie eine Hard- und softwarebasierte RAID-Lösung ein
Haben Sie sich für die Installation eines RAID-Systems entschlossen, bieten sich Ihnen mehrere Möglichkeiten an. Der preiswerteste und zugleich einfachste Weg zum RAID-System unter Linux führt über ein Software-RAID:
Aktuelle CPUs besitzen genügend Leistungsreserven, um RAID-Systeme komplett in Software zu realisieren. Dabei kümmern sich spezielle Kernel-Treiber um die RAID-konforme Verteilung der Daten auf die angeschlossenen Festplatten und überlassen der CPU das Berechnen der Prüfsummen. Nachteil dieser Lösung: Vor allem auf älteren Systemen ist die zusätzliche CPU-Belastung durch das Software-RAID spürbar – das System reagiert merklich träger.
Eine Alternative zu Software-RAIDs sind sogenannte Host-RAID-Systeme. Die RAID-Funktionen stecken hierbei entweder direkt im Chipsatz oder in einem separaten Controller-Chip auf dem Motherboard. Ebenfalls in diese Kategorie fallen preiswerte RAID-Adapter ohne eigenen Prozessor. Auch in diesen Fällen übernimmt Ihre CPU in Verbindung mit entsprechenden Treibern den Großteil der Arbeit. Im Vergleich zu Software-RAIDs bieten Host-RAID-Lösungen den Vorteil, dass sie zusätzliche Anschlüsse für weitere Festplatten bereitstellen. Das ist praktisch, falls auf Ihrem Motherboard nur vier PATA-Anschlüsse vorhanden sind, von denen möglicherweise bereits zwei von CD/DVD-Laufwerken in Beschlag genommen sind. Vollwertige RAID-Adapter mit eigenem Prozessor, die die CPU spürbar entlasten, sind überwiegend im Server-Bereich anzutreffen und kosten ab 200 Euro.
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