So viele Objektive brauchen Sie wirklich
Kameras mit Wechselobjektivanschluss sind auf dem Vormarsch. Dem einen reicht dabei ein einziges Unversal-Zoom, der andere legt sich einen ganzen Koffer an Wechselobjektiven zu. Doch welche Objektiv-Ausstattung benötigen sie wirklich?
Universalzooms, die vom Weitwinkel- bis Telebereich alles abdecken, sind unter Fotoprofis verpönt. Zu lichtschwach, zu schlechte Abbildungsleistung lautet schnell deren Urteil. Doch als Erstausstattung eignen sich Objektive mit einem Zoombereich von ca. 28 bis 200 Millimeter (bezogen auf Kleinbild) bestens. Und selbst, wenn der Objektivpark später einmal größer wird: Falls Sie nicht die ganze Ausrüstung mitschleppen möchten, erhalten Sie mit einem Universalzoom stets viele Möglichkeiten bei kleiner Ausrüstung.
TIPP: Weniger nützlich sind meist die einfachen zwei- bis dreifach-Zooms, die mit vielen Systemkameras im Set angeboten werden. Deren Abbildungsleistungen überzeugen selten, ihr Zoombereich ist arg beschränkt.
Wenn Sie ernst meinen mit der Fotografie, bieten Festbrennweiten oftmals eine optisch gute, leichte und vor allem recht preiswerte Ergänzung zu einem Universalzoom. Landschaftsfotografen profitieren von einem Super-Weitwinkel mit ca. 20 Millimeter Brennweite. Für Portraitfotos eignen sich am besten Brennweiten von 90 bis 135 Millimeter, Tier- und Sportfotografen brauchen starke Tele ab 300 Millimeter Brennweite.
Darüber hinaus gibt es für praktisch jeden erdenklichen Zweck Spezialobjektive. An erster Stelle zu nennen wär hier ein spezielles Makroobjektiv, das Nahaufnahmen ermöglicht. Architektur-Fotografen profitieren von einem Shift-Objektiv, mit dem sich stürzende Linien auf den Aufnahmen verhindern lassen. (mv)



