Achtung, Onlinebetrug - So erkennen Sie Phishing-Mails

16.02.2012

Während vor einigen Jahren Online-Betrüger in erster Linie darauf erpicht waren sogenannte Dialer einzuschleusen, mit denen teure 0190-Nummern aufgerufen wurden, ist mittlerweile Online-Banking in den Mittelpunkt krimineller Interessen gerückt.


Immer wieder schwirren deshalb dubiose E-Mails in die Postfächer ahnungsloser Onlinebanking-Kunden. In den offiziell aussehenden E-Mails wird meistens mit fiesen Tricks versucht, Ihnen die Zugangdaten für Ihr Konto zu entlocken. Damit Sie diese E-Mails schnell erkennen und löschen können, habe ich für Sie die typischen Merkmale einer Phishing-Mail zusammengefasst:

Die meisten Phishing-Mails zeichnen sich dadurch aus, dass sie zahlreiche Grammatik- und Rechtschreibfehler aufweisen. Häufig tauchen auch Wörter auf, die in keinem deutschen Duden zu finden sind: Statt „Transaktion“ landet dann auch schon mal eine kuriose Wortkreation wie „Transitaktion“ in der E-Mail.

In seltenen Fällen geht die Frechheit der Onlinebetrüger sogar so weit, dass die E-Mail noch nicht mal in deutscher Sprache verfasst ist, sondern aus einem skurrilen Mischmasch von Englisch und Deutsch besteht.

Sie werden in der E-Mail nicht persönlich angesprochen, sondern mit einer Floskel wie „Sehr geehrter Herr Bankkunde“ begrüßt? Das ist ein Verhalten, das keine Bank an den Tag legen würde. Hierbei handelt es sich eindeutig um eine Phishing-Mail.

Die Mail ist mit hoher Dringlichkeit gekennzeichnet oder der Inhalt fordert Sie dazu auf, möglichst schnell zu reagieren? Dann wollen die Verfasser dieser Phishing-Mail sie mit Hinweisen darauf, wie wichtig und dringlich Ihre schnelle Reaktion ist, zu einer unüberlegten Handlung hinreißen.

Oft drohen die Datendiebe auch mit der Sperrung Ihres Kontos oder ähnlichen Repressalien. Durch die Androhung einer lästigen Sperrung soll der Empfänger der E-Mail zur Eingabe genötigt werden, um die Konsequenzen zu vermeiden. Allerdings wird keine Bank die Sperrung eines Kontos per E-Mail ankündigen, sondern dazu den Postweg bevorzugen und auch einen weit weniger bedrohlichen Tonfall wählen.

Sie sollten jedoch nicht nur bei E-Mails einer Bank, sondern auch bei E-Mails von eBay, PayPal und Amazon Vorsicht walten lassen: Da es sich dabei um extrem beliebte Webseiten mit vielen Kunden und Nutzern handelt, sind sie ebenfalls häufiges Ziel von Phishing-Attacken.


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