Bis zu 20 Prozent mehr Geschwindigkeit für Prozessoren mit mehreren Kernen

14. April 2010
Tino Hahn Von Tino Hahn, News & Trends, Windows, Freeware & Open Source, Linux ...

Wissenschaftler an der staatlichen Universität von North Carolina haben eine Methode entwickelt, mit der sich Anwendungen unter Vista und Windows 7 für die Nutzung mehrerer Kerne optimieren lassen - selbst dann, wenn sie nicht explizit für die Nutzung mehrerer Kerne entwickelt wurden. Leider existiert diese Methode derzeit lediglich auf dem Papier und muss noch in die Tat umgesetzt werden. Der gewählte Ansatz klingt jedoch sehr vielversprechend:

Die Forscher wollen das Speichermanagement von Anwendungen auslagern, sodass sich ein Prozessorkern lediglich darum kümmert. Diesen Ansatz haben die Wissenschaftler auf den Namen "Memory Management Threads (MMT)" getauft. Der Hintergedanke dabei ist, dass die Anwendungen dadurch spürbar entlastet wird. Den Informationen der Forschergruppe sind Anwendungen durchschnittlich ein Drittel der ausgeführten Zeit damit beschäftigt, Arbeitsspeicher anzufordern oder wieder freizugeben. Lediglich rund 70 Prozent der Zeit bleiben dadurch für die eigentliche Ausführung der Anwendung übrig.

Dementsprechend wurden bereits Leistungstests beschrieben, in denen von einem Performancegewinn von rund 20 Prozent gesprochen wird. Dieser Leistungsgewinn entspricht zwar nicht direkt dem Drittel der Zeit, die Anwendungen mit Speichermanagement vergeuden, da sich theoretische Ergebnisse oftmals nicht 1:1 in der Praxis abbilden lassen.

Damit die Speicherverwaltung von Anwendungen nicht mehr so viel Zeit in Anspruch nimmt, dürfen Anwendungen nicht mehr direkt mit dem Speichermanagement von Windows kommunizieren - so sieht es zumindest MMT vor. Stattdessen soll die Anwendung direkt bei MMT um mehr Speicher bitten, der dann entsprechend zur Verfügung gestellt wird. Um die gesamte Speicherverwaltung kümmert sich also MMT, während die Anwendung lediglich einen verschwindend geringen Bruchteil ihrer Zeit auf die Speicheranforderung verwenden muss.

Die Achillesferse bei dieser sinnvollen Vision sind jedoch die Entwickler: Von ihnen hängt es ab, ob MMT seinen Weg von der Theorie in die Praxis findet oder lediglich ein ambitionierter Ansatz bleibt, dem der Weg in die Wirklichkeit verwehrt bleibt. Wünschenswert wäre es natürlich, dass Anwendungen endlich mehr Nutzen aus mehreren Kernen ziehen würden, denn bislang liegen enorme Leistungsreserven auf vielen Rechnern einfach brach.

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