Darum floppt Windows 7 als Betriebssystem für Tablet-PCs

14. Dezember 2010
Tino Hahn Von Tino Hahn, News & Trends, Windows, Freeware & Open Source, Linux ...

Eine Million verkaufte iPads im Vergleich zu 5.000 verkauften HP Slate mit Windows 7 - trotzdem ließen es sich Microsoft und HP nicht nehmen, diese Verkaufszahlen als Erfolg zu werten:

HP wies sogar darauf hin, dass der HP Slate komplett ausverkauft war und protzte mit einer doppelt so hohen Zahl an Bestellungen. Bei näherer Betrachtung fällt aber natürlich auf, dass auch die 9.000 eingegangenen Bestellungen nicht einmal einem Prozent der Verkaufszahlen des iPads entspricht.

Doch trotz solcher mickrigen Ergebnisse lässt es sich Microsoft nicht nehmen, weiterhin an Tablet-PCs festzuhalten: Auch auf der Consumer Electronics Show Anfang Januar will Microsoft neue Tablet-PCs zeigen.

Dies geht zumindest aus einem Bericht der New York Times hervor, die sich auf Personen aus dem Microsoft-Umfeld beruft. Während in diesem Jahr die Hoffnungen auf HP, Pegatron und Archos ruhten, kooperiert Microsoft dem Bericht zufolge in 2011 mit Dell und Samsung.

Doch ob Tablet-PCs mit Windows 7 jemals ein Bestseller werden, darf bezweifelt werden: Während das iPad-Betriebssystem iOS blitzschnell reagiert und quasi ohne spürbare Verzögerung vom Stromspar- in den Betriebszustand wechselt, reagiert Windows 7 deutlich behäbiger und träger. Was auf dem Desktoprechner kaum ins Gewicht fällt, wird dadurch unterwegs zur kleinen Geduldsprobe. Außerdem fällt bei nahezu allen existierenden Anwendungen auf, dass sie für die Bedienung mit der Maus konzipiert wurden. Als Touchscreen-Nutzer ist man deshalb immer zu Kompromissen bzw. einer erheblich präziseren Bedienung genötigt.

Warum Microsoft sich jedoch so vehement auf Windows 7 als mobiles Betriebssystem versteift, bleibt ein Geheimnis von Steve Ballmer und seinen Mannen: Das speziell für Smartphone konzipierte Windows 7 Phone wäre mit einigen Optimierungen auch für Tablet-PCs die ideale Wahl. Doch diesen Vorschlägen erteilte Microsoft bislang immer eine klare Absage. Dabei erfordert Windows 7 eine wesentlich höhere Leistung, was Hand in Hand mit energiehungrigeren Prozessoren und geringeren Akku-Laufzeiten geht.

Kein Wunder, dass Analysten und Finanzexperten die Zukunft von Microsoft alles andere als rosig sehen: Windows und Office sind natürlich riesige Umsatzbringer und werden es aufgrund ihrer Monopol-Stellung auch noch lange Zeit bleiben. Doch je mehr der Trend zu mobilen Geräten geht, desto mehr schwimmen Microsoft die Felle davon. Der gigantische Erfolg von Windows 7 hat Microsoft in diesem Jahr noch einmal davor bewahrt, den Zorn der Börse zu spüren - doch 2011 könnte es schon ganz anders aussehen.

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