Etikettenschwindel bei Speicherplatz-Angaben?

19. November 2012
Tino Hahn Von Tino Hahn, News & Trends, Windows, Freeware & Open Source, Linux ...

Microsoft verkauft sein Surface-Tablet in einer 32-GB-Version – das bedeutet doch, dass es sich dabei um 32 GB freien Speicherplatz für Videos, Musik, Fotos und Apps handelt, oder? Weit gefehlt: Rund 12 GB verleiben sich das Betriebssystem Windows RT und Nutzerdaten ein, sodass lediglich 20 GB freier Speicherplatz übrig bleiben. Ein hoher Speicherbedarf für ein Betriebssystem, das für den mobilen Einsatz konzipiert und optimiert wurde.

Windows 8 braucht hingegen sogar 16 GB, sodas nur noch 16 GB freier Speicherplatz übrig bleiben. Jetzt wird klar, warum es das Surface-Tablet nicht in einer 16-GB-Version gibt: Es würde so gut wie kein freier Speicherplatz bleiben. Auch beim 32-GB-Modell kommen Käufer also kaum um eine Speicherkarte bzw. einen USB-Stick oder eine externe Festplatte umher. Maximal 64 GB können durch eine microSDXC-Karte ergänzt werden – die dann auch komplett zur Verfügung stehen.

Beim Surface mit 64 GB stehen rund 46 GB als freier Speicherplatz zur Verfügung – angesichts des hohen Preises sind viele Käufer zu Recht verärgert.

Andere Hardware, selbes Spiel mit der Speichertäuschung

Ähnlich sieht es bei vielen Smartphones und auch bei Nintendos kommender Konsole Wii U aus: Das Basis-Modell mit 8 GB Speicherplatz bietet lediglich rund 3 GB freien Speicherplatz an. Dies reicht nicht mal aus, dass Sie beispielsweise den Starttitel „Nintendo Land“ installieren können.

Für viele Verbraucher ist diese Argumentation der Hardware-Hersteller schlichtweg nicht durchschaubar – bis die ersten Klagen und Beschwerden kommen, ist es deshalb nur eine Frage der Zeit. In Amerika ist bereits die erste Sammelklage gegen Microsoft in Planung, da zahlreiche erboste Surface-Käufer nicht hinnehmen wollen, dass ihr Gerät über weit weniger freien Speicherplatz verfügt, als sie beim Kauf angenommen haben.

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