EU ermittelt gegen Microsoft - was steckt dahinter?

22. Juli 2012

Laut eines Beschlusses der EU muss Microsoft seinen Nutzern die Wahl lassen, mit welchem Browser sie im Internet surfen. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass der Software-Riese aus Redmond seine Marktmacht nutzt und den eigenen Browser zum Monopol macht.

Als diese Entscheidung vor drei Jahren getroffen wurde, war der Internet Explorer tatsächlich noch mit deutlichem Abstand der Platzhirsch. Inzwischen haben Firefox und Chrome dem einstigen Marktführer jedoch das Wasser abgegraben. Doch die EU-Entscheidung hat natürlich weiterhin Bestand, weshalb ein Fauxpas der Windows 7-Entwickler ernsthafte Konsequenzen haben könnte: Seit dem Service Pack 1 für Windows 7 wird lediglich der Internet Explorer angezeigt statt zahlreiche weitere Browser.

Die EU ermittelt deshalb erneut und könnte Microsoft zu schmerzhaften Geldstrafen verpflichten. Denn auch Windows 8 befindet sich im Visier der Wettbewerbshüter: Wie wir bereits berichteten, soll lediglich der Internet Explorer für Windows RT als ausgewachsene Anwendung zur Verfügung stehen. Chrome und Firefox könnten hingegen lediglich als App genutzt werden.

Deshalb muss die EU jetzt die schwierige Frage beantworten, ob Microsoft es seinen Konkurrenten erschwert, einen vollwertigen Browser für Windows RT anzubieten. Für Harvey Anderson, Leiter der Rechtsabteilung bei Firefox-Entwickler Mozilla, ist die Situation klar: "Angesichts der Tatsache, dass der Internet Explorer unter Windows RT ausgeführt werden kann, sprechen keine technischen Gründe dagegen, warum dies nicht auch anderen Browsern möglich sein sollte."

Microsoft argumentiert hingegen, dass lediglich der Konzern selbst gewährleisten könne, dass ein Browser alle Anforderungen an Sicherheit und Energie-Effizienz erfüllen kann.

Die Fronten sind also bereits vor der Veröffentlichung von Windows 8 verhärtet. Angesichts früherer Entscheidungen der EU-Wettbewerbshüter dürfte aber auch diesmal die Entscheidung gegen Microsoft ausfallen.

Apple muss hingegen keine Browser-Alternativen anbieten: Einzig und allein der hauseigene Safari-Browser ist bei Mac OS X standardmäßig enthalten und wird deshalb auch von den meisten Anwendern genutzt. Zwar verfügt Apple in keiner Weise über eine ähnlich dominante Marktposition wie Microsoft, doch über kurz oder lang müssen sich die Wettbewerbshüter auch die Situation auf anderen Betriebssystemen und insbesondere mobilen Geräten genauer anschauen: Auf allen iPhones und iPads ist z.B. ebenfalls Safari als Standard-Browser vorkonfiguriert. Gleiches Recht für alle - das gilt auch für Apple und nicht nur für Microsoft.

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