EU-Kommission beobachtet Microsofts Browserpläne in Windows RT

22. Mai 2012

Wie wir bereits berichteten, ist es Mozilla und Google ein Dorn im Auge, dass Microsoft seinen eigenen Browser bei Windows RT bevorzugen will:

Lediglich der Internet Explorer soll kompletten Zugriff auf den Klassik-Modus erhalten, während Firefox und Chrome draußen bleiben müssen. Sowohl Chrome als auch Firefox sollen nach derzeitigem Stand lediglich als Metro-App betrieben werden dürfen - Microsoft begründet diese Entscheidung mit Sicherheitsbedenken.

Jetzt hat Antoine Colombani, Sprecher der EU-Kommission für Wettbewerbsschutz, darauf hingewiesen, dass die Kommission Microsofts Pläne aufmerksam beobachtet. Besonderes Augenmerk ruht dabei auf der Browser-Kompatibilität von Windows RT.

Dieser Hinweis war die Reaktion auf Mozillas öffentlich vorgetragene Beschwerde, dass Microsoft seinen eigenen Browser unter Windows RT  bevorzugen bzw. Mitbewerber wie Mozilla und Chrome benachteiligen würde. Mozilla geht momentan davon aus, dass einzig und allein der Internet Explorer unter Windows RT im Klassik-Modus genutzt werden kann - jenem Modus, der bisherigen Windows-Versionen ähnelt und in dem auch der Zugriff auf Systemfunktionen möglich ist.

Die EU hatte am 16. Dezember 2009 entschieden, dass Microsoft seine Position als Marktführer nicht dazu ausnutzen darf, um seinen eigenen Browser zu stärken. Genau gegen diese Entscheidung soll Microsoft aber laut Mozilla verstoßen, wenn wirklich nur der Internet Explorer im Klassik-Modus genutzt werden kann.

Die Entscheidung der EU gilt noch bis zum 16.12.2014 - Microsoft müsste also mit hohen Geldbußen rechnen, falls der Konzern dagegen verstößt. Allerdings existiert ein Schlupfloch für Microsoft: Die EU-Entscheidung berücksichtigt lediglich PCs, während Windows RT in erster Linie auf Tablets zum Einsatz kommen wird. Außerdem argumentiert Microsoft, dass der Ausschluss anderer Browser aus Sicherheitsgründen erfolgt. Lediglich bei einem Browser aus eigener Entwicklung sei gewährleistet, dass die Systemsicherheit gewährleistet werden kann.

Eine vertrackte Situation, die sicherlich noch für Gesprächsstoff sorgen wird, da keine der verfeindeten Parteien einlenken wird. Wir halten Sie natürlich auf dem Laufenden über die Browser-Situation unter Windows RT.

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