Große Premiere von Windows Phone 7 und eine ungewisse Zukunft

13. Oktober 2010
Tino Hahn Von Tino Hahn, News & Trends, Windows, Freeware & Open Source, Linux ...

Ein Blick auf die Marktanteile bei Handy-Betriebssystemen zeigt, warum Microsoft über 400 Millionen US-Dollar in das Marketing von Windows Phone 7 bläst:

Unangefochtener Marktführer mit 41 Prozent ist Nokia mit seinem Symbian-Betriebssystem. Obwohl es seit langer Zeit um Nokia mucksmäuschenstill ist, konnten sich die Finnen in den letzten Jahren einen komfortablen Vorsprung herausarbeiten, auf dem sich das Unternehmen seitdem auszuruhen scheint. Um Platz 2 gibt es hingegen einen erbitterten Kampf zwischen Research in Motion (RIM), Android und Apple: Mit 18 Prozent verteidigt RIM mit seinen Blackberrys den zweiten Platz, doch Android folgt dichtauf mit 17 Prozent. Etwas abgeschlagen folgt Apples iOS-Betriebssystem, das es auf einen Marktanteil von 14 Prozent bringt. 

Allerdings darf hier nicht ignoriert werden, dass über 50 Prozent der mobilen Internetnutzung auf das iPhone entfällt - Apple ist hier also eine mächtige Marke, worüber die relativ niedrigen Marktanteile vielleicht hinwegtäuschen.

Weit abgeschlagen mit lediglich 5 Prozent krebst Microsoft müde vor sich hin und holt mit Windows Phone 7 jetzt zum großen Befreiungsschlag aus: Längst wird die Zukunft der IT-Welt nicht mehr auf dem Desktop-PC entschieden, sondern auf mobilen Endgeräten. Darüber sind sich nahezu alle Experten einig, denn immer mehr Anwender neigen dazu, mit ihrem Smartphone zu surfen, E-Mails zu beantworten und soziale Netzwerke wie Facebook zu besuchen.

Am PC führt zum ernsthaften Arbeiten natürlich auf absehbare Zeit kein Weg vorbei - doch immer häufiger wird statt eines neuen Rechners lieber ein neues Smartphone gekauft, sodass der mobile Markt für Microsoft viel zu wichtig ist, um ihn kampflos aufzugeben. Allerdings beweist der Software-Riese aus Redmond in der Schlacht um Marktanteile kein allzu glückliches Händchen: Das eigene Smartphone "Kin" floppte katastrophal und dass Microsoft wichtige Trends verpennt, ist fast schon zu einer alten Gewohnheit geworden.

Mit Biegen und Brechen bzw. rund 400 Millionen US-Dollar soll deshalb jetzt das Wunder vollbracht werden, dass sich Kunden wieder für ein Smartphone mit Windows-Betriebssystem entscheiden.

Dazu setzt Microsoft nicht nur auf klassische Business-Tugenden, sondern will Smartphones mit Windows Phone 7 auch ganz klar als mobiles Gaming verstanden wissen: Windows Phone 7 ermöglicht es, auf das Spiele-Netzwerk Xbox Live zuzugreifen, auf das auch per Xbox 360 zugegriffen werden kann.

Doch ob dieser Spagat ausreicht, um endlich einen Fuß auf den Boden zu bringen? Analysten verneinen diese Frage und sehen für Microsoft im Jahr 2014 einen Marktanteil von lediglich 4 Prozent.

Der Erfolg von Windows Phone 7 steht und fällt mit dem Angebot an Apps, wobei hier das klassische "Henne und Ei"-Problem auftritt: Wenn es nicht genügend Apps gibt, verkaufen sich Smartphones mit Windows Phone 7 nicht. Verkaufen sich die Geräte nicht, scheuen Entwickler den hohen Aufwand und die damit verbundenen Kosten, für Windows Phone 7 zu entwickeln.

Microsoft muss also binnen kürzester Zeit viele neue Kunden überzeugen - die ersten Geräte sollen in Deutschland ab dem 21. Oktober 2010 verkauft werden. Wir halten Sie natürlich weiterhin auf dem Laufenden, wie die Schlacht auf dem Handymarkt verläuft.

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