Lohnt sich Übertakten eigentlich überhaupt noch?

20. Mai 2012

Vor 20 Jahren takteten Prozessoren noch mit 25 MHz - als Intel die erste Pentium-CPU mit 60 MHz auf den Markt brachte, ging ein Raunen durch die PC-Gemeinde: Was für visionäre Anwendungen wohl mit dieser enormen Leistung möglich sein würden?

Aus heutiger Sicht wirken diese Gedankengänge natürlich lächerlich, doch zur damaligen Zeit bedeutete jedes einzelne MHz mehr einen deutlich spürbaren Leistungsschub. Selbst Textverarbeitung lief dadurch spürbar schneller ab.

Heutzutage takten Prozessoren selbst in Einsteiger-PCs mit 3.000 MHz und mehr. Zwar sind auch die Anwendungen leistungshungriger geworden, doch in der Regel warten Rechner einen Großteil der Zeit nur auf Aktionen des Anwenders. Lediglich komplexe Anwendungen wie Videoschnitt reizen diese Leistungsreserven aus.

Seit 2008 bietet Intel außerdem Prozessoren an, die automatisch in den Turbo-Modus schalten, wenn eine Anwendung mehr Leistung fordert: Diese Turbo Boost genannte Funktion (bei AMD als Turbo Core bezeichnet) übertaktet einzelne Kerne des Prozessors, wenn Anwendungen von mehr Leistung profitieren würden.

Gleichzeitig wird dadurch gewährleistet, dass der Prozessor nicht den Hitzetod stirbt - anders als beim manuellen Übertakten, wo oft nicht wirklich zuverlässig abschätzbar ist, welche Nebenwirkungen auftreten: Der Prozessor wird zu heiß, der Lüfter dreht deutlich höher und sorgt somit für mehr Lärm, während die Garantie erlischt, sobald Sie Prozessor oder Grafikkarte per Hand übertakten.

Beim Übertakten Ihres Prozessors oder Ihrer Grafikkarte gehen Sie also in der Regel so viele Risiken ein, dass der Nutzen davon in den meisten Fällen überschattet wird. Lediglich ambitionierte Gamer, die auch noch das letzte Quäntchen Leistung aus ihrem System kitzeln wollen, profitieren von Overclocking. Doch auch dabei handelt es sich eher um ein Hobby bzw. eine Herausforderung für Tüftler als um eine wirkliche Notwendigkeit.

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