Microsoft-Chef Steve Ballmer geht von Bord

25. August 2013
Tino Hahn Von Tino Hahn, News & Trends, Windows, Freeware & Open Source, Linux ...

Die Nachricht kam nicht unerwartet, in ihrer Spontaneität aber überraschend: nach 13 Jahren an der Spitze von Microsoft zieht Steve Ballmer die Konsequenzen aus der langanhaltenden Kritik und zieht sich von seinem Posten zurück.

 In der Firmengeschichte von Microsoft wird er immer wieder als einer der Hauptverantwortlichen für das verlorene Jahrzehnt gesehen, in dem das Unternehmen von seinen Konkurrenten überholt wurde.

 

Die Trägheit der fetten Jahre hatte dafür gesorgt, dass Microsoft zahlreiche Trends verschlafen und dadurch den Anschluss bei mobilen Geräten und wichtigen Geschäftsfeldern wie Suchmaschinen verloren hat. Statt den Markt wie bei Betriebssystemen und Office-Anwendungen zu dominieren, besetzt Microsoft dort nur Nischen.

Anhand weniger Zahlen lässt sich verdeutlichen, wie sehr Microsoft unter den fehlenden Visionen der letzten Jahre leidet: als Steve Ballmer im Jahr 2000 seinen Job als Geschäftsführer bei Microsoft antrat, lag der Firmenwert bei 510 Milliarden Dollar. Momentan beträgt er "nur" noch rund 285 Milliarden Dollar. Apple ist hingegen von einem damaligen Marktwert von rund 5 Milliarden Dollar auf aktuell 455 Milliarden Dollar gewachsen.

Die Kritik an Ballmer wurde deshalb in den letzten Jahren immer lauter und härter. Zuletzt wurde er von einem US-Wirtschaftsmagazin zum schlechtesten Chef eines amerikanischen Unternehmens gekürt.

Ballmer gelang es mit seiner "Profit geht vor alles"-Maxime zwar, Umsatz und Gewinn zu steigern. Doch welchen Preis Microsoft dafür zahlen muss, sieht man jetzt: bei den relevanten Zukunftsmärkten spielt der Konzern keine relevante Rolle.

Bislang ist unklar, wer in Ballmers Fußstapfen tritt - aber er tritt definitiv ein schweres Erbe an. Doch gleichzeitig besteht jetzt auch die Chance, dass sich Microsoft für jemand entscheidet, der Visionen hat und in Innovationen statt nur in Zahlen denkt. Dann könnte Microsoft wieder auf Kurs kommen und gestärkt in die Schlacht gegen Apple und Google ziehen.

Ballmer sitzt noch 12 Monate auf dem Chefsessel. Danach kann eine neue Ära anbrechen, die hoffentlich kein weiteres verlorenes Jahrzehnt wird, denn sonst wird auch für einen Riesen wie Microsoft die Luft bald zu dünn zum Atmen.

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