Microsoft fördert im Rahmen der OSBF plattformunabhängige Interoperabilität

29.01.2009

Entwicklung eines Internet Service Bus für übergreifendes Dienstangebot

Für den Zugriff auf Internet-Dienste existieren bereits viele Standards und Implementierungen dieser Standards. Die derzeit am häufigsten genutzten Lösungen sind Web-Portlets. Als nachteilig erweisen sich hier oft fehlende Interaktionen zwischen den Bedienoberflächen und mangelnder Datenaustausch. Der OSBF Internet Service Bus soll den einheitlichen Zugriff auf Dienste verschiedener Anbieter in einer einzigen Anwendung ermöglichen und dadurch vereinfachen. Er verschiebt dazu die Verknüpfung der Services vom Desktop-PC auf den Server und erzeugt so ein homogenes Dienstangebot in der Internet-Cloud.

Anhand eines konkreten praktischen Beispieles will das ISB-Projekt zeigen, dass sich auch individuelle Oberflächen ohne die Limitierungen von Portlets erstellen lassen. Das OSBF-Team arbeitet derzeit an dieser Demo-Lösung, die voraussichtlich ab März 2009 verfügbar sein wird. Sie basiert auf bereits existierenden Lösungen und Standards. Das Live-Szenario ermöglicht Nutzern, über eine persönliche Webseite ihre Kontakte aus verschiedenen Quellen, z. B. Privat- und Business-Adressen, zu verwalten.

Die notwendigen Sicherheitsfunktionen werden bereits in der ersten Demo-Version von Teilprojektleiter Corisecio in Form eines Identity Network Service (INS) implementiert sein. Auf Basis offener Standards (SAML 1.1 & 2.0) kann INS als Service Authentisierungs- und Autorisierungsvorgänge zentral erledigen. Zukünftig unterstützt der INS weitere Formate, beispielsweise Username/Password, infocards, Kerberos oder RSA Token. Zur Autorisierung können Verzeichnisdienste wie LDAP, Active Directory oder Dir X angebunden werden. Rechte und Rollen aus verschiedenen Quellen lassen sich somit in einem standardisierten Format nutzen. Zum Einsatz kommt diese Technologie auch für die Integration in den Microsoft Geneva Server, der damit in die Java-Welt eingebunden wird.


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