Microsoft greift wegen Windows XP zu immer drastischeren Maßnahmen

23. Februar 2015

Obwohl Windows XP hoffnungslos veraltet und nahezu wehrlos gegen ausgeklügelte Hacker-Attacken ist, setzen immer noch zahlreiche Unternehmen und Privatpersonen auf dieses betagte Betriebssystem.

Deshalb ist Microsoft gezwungen, für Firmen noch immer speziellen Support anzubieten - und greift dabei zu einem energischen Schritt, der für den Software-Riesen aus Redmond doppelt sinnvoll ist: der Preis für diesen Support wird von 200 Dollar pro Rechner im Jahr auf 400 Dollar verdoppelt.

Microsoft erhöht dadurch seine Einnahmen und gleichzeitig den Druck auf beratungsresistente Firmen, nicht mehr länger an Windows XP festzuhalten. Da die Kosten für diesen Support jährlich anfallen, übersteigen sie bereits im ersten Jahr die fälligen Lizenzkosten für Windows 7 bzw Windows 8.1 deutlich - und auch die zusätzlich anfallenden Kosten für Upgrades und Schulungen dürften bereits im zweiten Jahr erreicht sein.

Fällig wird die erhöhte Support-Gebühr im April 2015. Bis dahin haben Unternehmen also noch Zeit, ihre Betriebssysteme zu aktualisieren.

Auch in Deutschland haben zahlreiche Unternehmen und Anwender noch nicht Windows XP in die längst verdiente Rente geschickt. Der IT-Etat des Deutschen Bundestags wurde beispielsweise mit 100.000 Euro wegen Windows XP belastet, während das Land Niedersachsen sogar eine mittlere sechsstellige Summe wegen Windows XP ausgeben musste. Schlussendlich getragen werden diese Ausgaben vom Steuerzahler.

Selbst wenn wirklich die horrende Summe von 400 Dollar jährlich pro Rechner gezahlt werden, ändert sich aber nichts daran, dass Windows XP weiterhin elementare Schutzmechanismen fehlen. Selbst Microsoft bezeichnet Windows XP inzwischen ja schon als tickende Zeitbombe. Die Zeit für einen Wechsel auf Windows 7 oder Windows 8.1 noch nie so reif wie jetzt.

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