Muss Microsoft jetzt etwa Skype umbenennen?

07. Mai 2015

Skype und Sky liegen sich seit Jahren in den Haaren und Sie ahnen vermutlich, worum es in diesem Streit geht:

Richtig, um den Namen bzw. die Ähnlichkeit zwischen den beiden Namen. Das EU-Gericht in Luxemburg hat deshalb entschieden, dass zwischen Skype und Sky Verwechslungsgefahr besteht. Die Richter sind der Ansicht, dass neben einer klanglichen und begrifflichen Ähnlichkeit auch noch eine bildliche Ähnlichkeit besteht. Sky ist der größte Anbieter von Bezahlfernsehen in England, Deutschland, Österreich und der Schweiz, während Skype als Messenger auf Millionen von Rechnern weltweit installiert ist. Bei der Namensstreitigkeit handelt es sich also nicht um eine kleinliche Auseinandersetzung, sondern um einen Kampf zweier Giganten ums Recht, den eigenen Namen zu schützen.

Anwender würden das Wort „Sky“ (Himmel auf Englisch) auch leicht in „Skype“ wiederfinden. Auch das Logo wird Skype zum Verhängnis, da es einer Wolke nachempfunden wurde und deshalb ebenfalls Assoziationen zu einem Himmel weckt.

Sky hat seinen Namen vor Skype schützen lassen und besitzt somit die älteren Rechte. Allerdings muss Skype nicht zwangsläufig seinen Namen ändern: Sofern „Skype“ und „skypen“ bereits zu Synonymen geworden sind, dann wären diese Begriffe freihaltebedürftig. Ob das tatsächlich so ist, müsste dann noch in einem weiteren Verfahren entschieden werden – Sätze wie „Skypen wir später noch?“ fallen jedoch häufiger und deshalb bestehen für Microsoft gute Chancen darauf, dass der Konzern seinen Telekommunikationsdienst nicht umbenennen muss.

Für Microsoft wäre es allerdings keine neue Erfahrung, eine Anwendung bzw. ein Feature in einem Betriebssystem umbenennen zu müssen: Die Oberfläche von Windows 7 wurde zunächst als „Metro“ eingeführt, bevor der gleichnamige Handelskonzern dagegen klagte.

Selbst im Duden findet sich der Begriff „skypen“, aber Microsoft kann seinen Markennamen aufgrund der Verwechslungsgefahr nicht schützen lassen. Eine kuriose Situation, die in naher Zukunft erneut die Gerichte beschäftigen dürfte.

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