Staatstrojaner: Viele Virenscanner würden ihn nicht erkennen

13. Oktober 2011
Tino Hahn Von Tino Hahn, News & Trends, Windows, Freeware & Open Source, Linux ...

In Deutschland kocht derzeit die Empörung hoch, seitdem der Chaos Computer Club (CCC) den Staatstrojaner unter die Lupe genommen hat. Das Urteil der Experten war ebenso eindeutig wie vernichtend - beim Staatstrojaner könnte es sich demnach um einen Verstoss gegen geltendes Recht handeln.

Politiker aller Parteien sind deshalb bereits auf die Barrikaden gegangen und fordern medienwirksam "hundertprozentige Aufklärung". Viele Anwender fragen sich momentan besorgt, ob ihr Virenscanner den Staatstrojaner überhaupt erkennen würde. Wir haben daran unsere Zweifel:

Zwar haben viele Anbieter umgehend reagiert und Updates veröffentlicht, die den Staatstrojaner in seiner aktuellen Form erkennen. Doch es genügen bereits klitzekleine Änderungen am Staatstrojaner und die Virenscanner sind wieder machtlos. Wie heise security meldet, müsste dazu beispielsweise nur ein Großbuchstabe innerhalb der Datei in einen Kleinbuchstaben geändert werden und der Virenscanner bleibt stumm.

Es würde also im Ernstfall zu einem ständigen Wettrennen zwischen den Entwicklern von Virenscannern und dem Staatstrojaner kommen. Allerdings handelt es sich dabei um kein besonders realistisches Szenario: Aufgrund der öffentlichen Empörung und unter dem politischen Druck dürfte der Staatstrojaner in seiner jetzigen Form kollabieren.

Wesentlich bedenklicher ist hingegen, dass Virenscanner dem Staatstrojaner auch durch eine Analyse seines Verhaltens nicht auf die Spur kommen dürften: Dazu verhält sich der Staatstrojaner zu unauffällig und unterscheidet sich dadurch deutlich von anderen Trojanern. Und hier liegt die eigentliche Gefahr: Entwickler von Schad-Software könnten sich beim Staatstrojaner abgucken, wie sie ihre Trojaner so geschickt agieren lassen, dass sie unentdeckt bleiben.

McAfee, Panda, Avira, Kaspersky und Co. stehen dennoch fordernde Zeiten bevor, denn die reine Existenz des Staatstrojaners genügt bereits, um viele Anwender nachhaltig zu verunsichern.

Generell gilt aber, dass der Staatstrojaner bislang nur beim begründetem Verdacht  eines Kapitalverbrechens eingesetzt wurde und keinesfalls zur reinen Überwachung oder im großen Stile.

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