Windows 7 überholt Vista
Über drei Jahre hatte Vista länger Zeit, sich Marktanteile zu erobern. Doch viele Anwender verschmähten das ungeliebte Betriebssystem, das für Microsoft zum Debakel wurde: Im Vorfeld waren zahlreiche Funktionen versprochen worden, die sich jedoch im Endprodukt nicht wiederfinden liessen
Zähneknirschend musste Microsoft eingestehen, den Mund zu voll genommen zu haben. Unterm Strich hat das Vista-Desaster dazu geführt, dass die gesamte PR-Arbeit von Microsoft generalüberholt wurde - seitdem verlassen nur noch Informationen in Form von konkreten Ankündigungen den Konzern.
Es ist also wenig verwunderlich, dass Windows 7 bereits an Vista vorbeiziehen konnte: 14,46 Prozent aller Nutzer setzen auf Windows 7, während Vista mit 14,34 Prozent ganz knapp dahinterliegt. Der dreijährige Verkaufsvorsprung hat Vista in keiner Weise geholfen, denn das wesentlich beliebtere Windows 7 verkauft sich deutlich schneller.
Man muss allerdings kein Rechenkünstler sein, um zu bemerken, dass Windows 7 und Vista zusammen nicht einmal 30 Prozent der Marktanteile halten. Mit rund 62 Prozent thront Windows XP noch immer unangefochten auf dem ersten Platz - rund neun Jahre nach seiner Veröffentlichung.
Windows 7 hat jedoch alle Trümpfe auf seiner Seite: Windows XP wird nicht mehr verkauft und auch nicht mehr von Microsoft unterstützt. Es ist also nur noch eine Frage der Zeit, bis Windows 7 endlich an Windows XP vorbeizieht. Davon würden alle Nutzer profitieren, denn die starke Verbreitung von Windows XP bremst die Entwicklung und Einführung neuer Technologien aus.
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