Windows Phone 7: Bereits vor Start "gescheitert"
Microsofts Smartphone-Betriebssystem Windows Phone 7 wurde zunächst nur mißtrauisch und skeptisch beäugt - doch inzwischen hagelt es offene Kritik: Galen Gruman vom IT-Magazin "InfoWorld" hat sich während einer Entwickler-Konferenz von Microsoft ausführlich mit dem mobilen Betriebssystem beschäftigt.
Er bemängelte unter anderem, dass auch auf riesigen Handy-Displays nicht alle relevanten Infos angezeigt werden können. Stattdessen müsse viel gescrollt werden, was Gruman auf die schlechte Benutzeroberfläche zurückgeführt. Im Gespräch mit einem Microsoft-Mitarbeiter will Gruman erfahren haben, dass Windows Phone 7 nicht ausreichend von Nutzern getestet wurde. In der Regel ist das Feedback von Anwendern essenziell, um eine möglichst intuitive Navigation gestalten zu können.che orientiert sich an Microsofts Multimedia-Player Zune, der wiederum in Europa niemals offiziell erschienen ist. Somit besitzen allenfalls amerikanische Anwender einen kleinen Erfahrungsvorteil und dürften von der Benutzeroberfläche von Windows Phone 7 nicht vor den Kopf gestossen werden.
Gruman geht davon aus, dass ein Großteil aller Anwender Probleme mit der Nutzung von Windows Phone 7 haben wird. Deshalb zieht er Parallelen zu Vista und bezeichnet Microsofts neues Betriebssystem für Smartphones bereits vor dem Erscheinen als gescheitert.
Während beispielsweise Android und sogar iOS Multitasking bieten, verzichtet Microsoft bei Windows Phone 7 darauf. Anwendungen können also nicht direkt miteinander agieren.
Das Debakel für Microsoft auf diesem wichtigen Zukunftsmarkt geht also noch eine Weile weiter, denn erst mit der nächsten Generation seines mobilen Betriebssystem bekommt der Software-Riese aus Redmond die nächste Chance, verlorenen Boden gutzumachen. Doch bis dahin enteilt ihm die Konkurrenz mit Riesenschritten.
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