Windows: "Wir haben zu viele Surface-Tablets produziert"

29. Juli 2013
Tino Hahn Von Tino Hahn, News & Trends, Windows, Freeware & Open Source, Linux ...

Erstmals hat Microsoft zugegeben, dass zu viele Surface-Tablets gebaut wurden - eine Erkenntnis, die schon die Spatzen von den Dächern gepfiffen haben.

Wie das amerikanische IT-Blog The Verge berichtet, hat Microsoft-Chef Steve Ballmer gegenüber Mitarbeitern eingeräumt, dass "wir ein paar mehr Geräte gebaut haben, als wir verkaufen konnten". Das ist natürlich eine galante Untertreibung, denn Microsoft musste insgesamt rund 900 Millionen Dollar abschreiben, weil Windows RT bzw. die Surface-Tablets wie Blei in den Ladenregalen liegen.

Mit einer vor wenigen Wochen erfolgten Preissenkung von 479 Euro auf 329 Euro sollen die hohen Lagerbestände abgebaut werden. Denn Microsoft will nicht auf seinen Surface-Tablets sitzen bleiben, sondern auch ein Nachfolgemodell einführen.

Die genaue Menge der produzierten Surface-Tablets ist unklar - allerdings hatte Microsoft im Vorfeld Bauteile für drei bis fünf Millionen Tablets bei seinen Hardware-Partnern geordert. Analysten und Marktforscher sind der Ansicht, dass bislang lediglich rund eine Millionen Tablets verkauft wurden. Also hat Microsoft zwischen 2 bis 4 Millionen nicht verkaufte Surface-Tablets in seinen Bilanzen stehen, die auf die Unternehmensgewinne drücken. Bislang hat Microsoft noch keinerlei offizielle Angaben dazu gemacht, wie viele Surface-Exemplare verkauft wurden.

Nicht gerade die idealsten Bedingungen, um die zweite Generation der Surface-Tablets auf einen ohnehin schon übersättigten Markt zu werfen. Microsoft muss sich einiges einfallen lassen, um sein kontrovers diskutiertes Tablet noch zum Erfolg zu führen.

Die Preissenkung zeigt immerhin in Deutschland bereits erste Erfolge: Bei mehreren Preisvergleich-Portalen landet das Surface unter den fünf beliebtesten Tablets. Allerdings dürfte Microsoft ehrgeizigere Pläne haben als "nur" zu den fünf beliebtesten Anbietern zu gehören. Aber wie der erste Platz erobert werden soll, weiß bei Microsoft angesichts der erdrückenden Konkurrenz von Apple und Google keiner - und daran wird sich auch die nächsten Jahre wenig ändern.

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