Schützen Sie Ihren Windows-7-PC ab sofort vor gefährlichen USB-Sticks

09. Januar 2017

Nach Viren, Trojanern, Würmern und anderen Schadprogrammen bringt das Jahr 2016 eine brandneue Bedrohung für Windows-7-PCs, gegen die Antivirenprogramme machtlos sind: manipulierte USB-Speichersticks, die allein durch das Einstecken in den Anschluss Ihres PCs dessen Kontrolle übernehmen können. Ich verrate Ihnen in diesem Newsletter, wie das funktioniert, warum das so gefährlich ist und wie Sie sich dagegen schützen können.

Bislang haben alle Bedrohungen für PCs – und deren Abwehr – eines gemeinsam: Es handelt sich um Schadprogramme, die auf einem Datenträger gespeichert und/oder in den Arbeitsspeicher geladen werden. Die Kontrolle von Arbeitsspeicher und Datenträger durch den Virenscanner offenbart alle bekannten Schadprogramme anhand Ihres Programmcodes, der sogenannten Signatur.

Wie manipulierte USB-Sticks Ihr Sicherheitsprogramm umgehen

Mittlerweile ist es Online-Kriminellen jedoch gelungen, die Hardware von USB-Sticks zu manipulieren. Auf den meisten USB-Geräten befinden sich ein Chip zur Kommunikation mit dem PC und ein Speicherbaustein mit der zugehörigen Betriebssoftware (der sogenannten „Firmware“). Ändert man die Firmware ab, meldet sich ein USB-Stick nicht nur als Speicherlaufwerk am PC an, sondern auch als Tastatur. Alle Eingaben dieser vorgetäuschten Tastatur akzeptiert Windows 7 so, als ob Sie selbst tippen würden.

Zudem ist eine Abfolge von Tastaturbefehlen abgespeichert, die eine schädliche Auswirkung haben kann:

Das könnte zum Beispiel das Tastenkürzel Windows-Taste + R sein, um das Fenster für die Eingabe von Befehlen zu öffnen. Als Nächstes erfolgt durch einen weiteren Textbefehl der Start der Eingabeaufforderung, darin folgt ein Befehl zum Herunterladen und Starten eines Fernsteuerungs-Programms. So kann wenige Sekunden nach Einstecken des USB-Sticks, ein Hacker die Kontrolle über Ihren PC erlangen.

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