Das JPEG-Dateiformat - Risiken und Nebenwirkungen

23. Mai 2008
Torsten Kieslich Von Torsten Kieslich, Bildbearbeitung ...

Das JPEG-Dateiformat ist überall: Ihre Digitalkamera schreibt Bilddateien mit der Endung .jpg, auf Internetseiten sehen Sie fast nur JPEG-Bilder, Handys und DVDPlayer zeigen Fotos im JPEG-Dateiformat an...Aber Vorsicht – die JPEGs, wie man kurz sagt, speichern Ihre Bilder mit Qualitätsverlust! Sichern Sie eine Datei im JPEG-Format, erhalten Sie später oft nicht mehr den gleichen Detailreichtum wie im Original.

Warum nimmt man dann überhaupt noch JPEG, wenn doch Dateitypen wie TIFF oder Photoshop-PSD komplett verlustfrei sichern? Der Grund: JPEG spart enorm viel Speicherplatz. Wir machen hier auf Risiken und Nebenwirkungen der JPEG-Datei aufmerksam: Die Testdatei stammt aus einer Acht-Megapixel-Kamera, sie hat 3.504 x 2.336 Bildpunkte. Wir nutzen hier Elements 5, doch die Vorgänger funktionieren genauso.

So viel Platz sparen Sie mit JPEG
Dieser Dateityp wirft Farbdetails aus dem Bild heraus und fasst so größere Bildflächen mit einheitlichen Werten zusammen. Später werden die Farbdaten per Mittelung wieder ins Bild gerechnet. Und wenn Sie es richtig anstellen, merkt kein Mensch etwas von dieser Datenverdichtung mit Verlust. So braucht unser Testbild mit der hohen JPEG-Qualitätsstufe 9 gerade noch 1,4 Megabyte – weniger als ein Zehntel des unkomprimierten Fotos und Bildstörungen sehen Sie dabei nicht.

Es kommt auch aufs Motiv an
Verschiedene Fotos lassen sich dabei unterschiedlich gut speichern. Machen Sie einen Test mit Qualitätsstufe 9: Diffuser Himmel, homogene Flächen – solche Motive schrumpfen auf sehr niedrige Megabyte-Werte. Sehr detailreiche Szenen kosten dagegen weit mehr Speicherplatz, etwa Motive wie Architektur oder Textilien mit markanten Strukturen.

Achten Sie auf Farbklötzchen und Geisterschatten um die Konturen herum. Besonders stark fallen JPEG-Fehler an harten Konturen auf, zum Beispiel an eingefügten Schriftzügen: Wichtige Einschränkungen:

  • Verwenden Sie JPEG nur zum Archivieren und Weitergeben, nicht zum Zwischensichern – womöglich büßen Sie laufend Qualität ein.
  • JPEG erlaubt keine Ebenenmontagen, alles verschmilzt zu einer einzigen Hintergrund-Ebene.

Wie Ihre JPEGs entstehen
Bevor Sie ein Bild als JPEG-Datei speichern, zeigen Sie es in der besonders zuverlässigen Zoomstufe 100 Prozent – klicken Sie doppelt auf die Lupe in der Werkzeugleiste. Danach wählen Sie Datei, Speichern unter und geben im Format-Klappmenü JPEG (*.JPG;*.JPEG;*.JPE) an.

So landen Sie in den JPEG-Optionen. Die höchste Qualitätsstufe 12 bedeutet hier: Sie verlieren sehr wenig Qualität, sparen aber auch weniger Speicherplatz. Die Qualitätsstufe 0 belegt weniger Festplatte, aber Sie erhalten auch sichtbare Bildmängel. In der Praxis empfehle ich Ihnen diese Qualitätsstufen:

  • Stufe 9 für hohe Qualität ohne sichtbaren Verlust.
  • Stufe 5 für passable Qualität, etwas Verlust und sehr deutliche Platzersparnis.

Die Stufen 11 und 12 bringen nichts – außer sehr großen Dateien. Sehen Sie sich Ihr Bild auf dem Schirm genau an: Bei geöffneten JPEG Optionen zeigt Photoshop Elements das Foto bereits in der entstehenden JPEG-Bildqualität. Nutzen Sie in der Regel die Option Baseline (Standard), die sich problemlos überall öffnen lässt. Unten meldet Elements die entstehende Dateigröße.

 

So verschicken Sie ein Bild direkt aus Photoshop Elements heraus - klicken Sie hier!

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