Keine Angst vor dem RAW-Konverter

25. November 2009
Torsten Kieslich Von Torsten Kieslich, Bildbearbeitung ...

Die Nutzung des leistungsfähigeren RAW-Formats wird bei Digitalfotografen immer populärer. Allerdings gibt es doch häufig Unklarheiten und Fragen zur Nutzung von Camera Raw, dem RAW-Konverter von Adobe.

Wie ist im RAW-Konverter Auto und Standard zu verstehen?

Im Grunde handelt es sich um die Entscheidung, Camera Raw eine automatische Korrektur der Belichtungseinstellung zu erlauben. Das Programm stellt dabei auf der Basis hinterlegter Kamerastandards die Regler für Belichtung, Fülllicht, Schwarz, Helligkeit und Kontrast ein. Camera Raw macht Ihnen hier gewissermaßen einen Vorschlag zur Belichtungskorrektur, von dem aus Sie Ihre Feineinstellungen  vornehmen können. Standard setzt dagegen die Werte in der Belichtungs-Gruppe auf die Standards der Bilddatei.

Ob Sie Auto oder Standard verwenden, ist in erster Linie eine Frage des persönlichen Vorgehens. Ich bevorzuge beispielsweise die Standard-Einstellung und arbeite mich dann selbst an meine optimalen Werte heran. Auto kann aber sehr hilfreich sein, um Einstellungen zu finden, die für das Bild gut sind.

Gibt es im RAW-Konverter ein Pendant zu Überarbeiten -> Beleuchtung anpassen -> Tiefen/Lichter von Photoshop Elements?

Tiefen/Lichter ist in Photoshop Elements sehr gut dazu geeignet, Bilder, die sowohl überbelichtete als auch unterbelichtete Bereiche aufweisen, zu korrigieren. In Camera Raw gibt es hier mehrere Möglichkeiten, etwa den Einsatz der Regler Schwarz, Reparatur und Fülllicht im Belichtungsdialog oder die Einstellungsregler in der parametrischen Gradationskurve, mit denen Sie sehr feinteilig Tiefen, Lichter, helle und dunkle Farbtöne anpassen können.

Was macht der Reparatur-Regler?

Reparatur ist ein sehr hilfreiches Werkzeug, um Belichtungskorrekturen an überstrahlten Lichtern vorzunehmen. Der Regler sucht Tonwertinformationen in den RGB-Kanälen und versucht, etwas Zeichnung zurückzuholen.

Warum sind RAW-Bilder im Urzustand immer etwas unscharf?

RAW-Bilder stellen das Daten-Rohmaterial unserer Aufnahme dar. Es ist, je nach Kamera, überhaupt nicht oder nur in geringem Maße von der kamerainternen Bildbearbeitung behandelt worden. Da nahezu alle modernen Digitalkameras mit Filtern gegen Moiré vorgehen und auch die Daten verschiedene Aufbereitungsstufen durchlaufen, ist das Bild, das der Bildsensor weiterreicht, zunächst etwas unscharf.

Beim JPEG-Bild aus der Kamera erfolgt in der Kamera eine interne Bildbearbeitung, bei der Kontraste angehoben werden, Tonwertkorrekturen stattfinden und das Bild nachgeschärft wird. Hier bemerken Sie von diesem technischen Urzustand daher nichts. Beim RAW-Bild durchläuft das Bild diese interne Bildaufbereitung nicht und die Unschärfe landet direkt auf Ihrem Schreibtisch. Der grundlegende Vorteil: Sie können selbst festlegen, wie stark mit welchem Werkzeug auf das Bild eingewirkt wird und so das gesamte Datenpotential Ihrer Aufnahme nutzen. (tok)

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