So zeichnen Sie Ihre Bilder professionell scharf

13. August 2009
Torsten Kieslich Von Torsten Kieslich, Bildbearbeitung ...

Geben Sie Ihren Bildern den richtigen Kick! Ziehen Sie die Schärfe nach, bis es kracht. Betonen Sie Konturen und lassen Sie Ihr Hauptmotiv plastisch heraustreten.

Schärfen sollten Sie allerdings stets erst ganz am Ende der Bildbearbeitung. Zuerst drehen, zuschneiden, retuschieren und den Kontrast korrigieren, dann erst lassen Sie den Scharfzeichner ran. Darum sollten Sie das Scharfzeichnen in der Digitalkamera meist abschalten. Auch wenn Sie Bilder kleiner gerechnet oder gedreht haben, lohnt sich oft eine Scharfzeichnung.

Das Scharfzeichnen ist berüchtigt für seine Nebenwirkungen: Übertriebene Körnung und hässliche Lichtkränze. Doch wir zeigen, wie Photoshop Elements tolle Ergebnisse ohne diese Effekte liefert.

Ausreichend Feinsteuerung bieten nur zwei der verschiedenen Scharfzeichner-Funktionen. Den Klassiker unter den professionellen Scharfzeichnern finden Sie unten im Hauptmenü Überarbeiten: Unscharf maskieren.

Noch etwas bessere Ergebnisse liefert mitunter der Befehl Schärfe einstellen aus demselben Menü. Diesen Befehl sehen wir uns zuerst an.

Wie Sie den Befehl „Schärfe einstellen“ nutzen

Wenn schon, denn schon: Der Befehl Überarbeiten -> Schärfe einstellen soll optimale Ergebnisse produzieren. Also stellen Sie das Entfernen-Klappmenü auf Verwackeln (ein misslungener Begriff). Außerdem schalten Sie die Option Feiner ein. Das verlängert zwar die Rechenzeit, reduziert aber in der Tat die Bildstörungen noch weiter.

Testen Sie den Dialog Schärfe einstellen zunächst mit relativ hohen Werten: Die Stärke heben Sie auf 200, den Radius auf 2,0.

Das freilich bringt deutliche Bildstörungen: Hauttöne erscheinen körnig rau, an kontrastreichen Linien entstehen überflüssige Blitzkanten. So etwas ist typisch für übertriebene Scharfzeichnung.

Rudern Sie also zurück: Senken Sie die Stärke auf 85. So dämpfen Sie vor allem die Körnung.

Wichtig ist aber auch der Radius-Regler. Senken Sie den Wert auf 1,0 und die Lichtkanten gehen zurück. Die Erklärung: Per Radius-Regler steuern Sie, wie weit sich die Scharfstellung um eine Kontrastlinie herum ausbreitet. Je niedriger der Radius, desto feiner geraten die neu entstehenden Linien, mit denen Photoshop Elements den Schärfeeindruck aufpeppt.

Meist nehmen Sie Radius-Werte um 1,0. Bei unscharfen Architektur- oder Produktfotos testen Sie Vorgaben bis 2,5. Die entstehenden Farbränder fallen hier eventuell weniger auf als bei Portraits oder Landschaftsaufnahmen.

Eine wichtige Alternative: „Unscharf maskieren“

Brechen Sie die Funktion Schärfe einstellen ab und testen Sie ein anderes Verfahren: Überarbeiten -> Unscharf maskieren. In diesem Menü finden Sie die bekannten Regler, sie sind allerdings etwas schwächer abgestimmt. Stellen Sie die Stärke auf 150 und den Radius auf 1,5.

Das zaubert schon leichte Störungen ins Bild. Doch der Dialog Unscharf maskieren hat ja noch den Schwellenwert-Regler: Heben Sie den Schwellenwert auf 5 an, schon verschwinden die Störungen.

Ein hoher Schwellenwert bedeutet: Photoshop Elements schärft nur noch markante Konturen, etwa Kleidung, Mund und Augen. Bildrauschen oder Hautunebenheiten treten also durch das Scharfzeichnen nicht stärker hervor. (tok)

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