Ein universelles RAW-Format

09. September 2009
Torsten Kieslich Von Torsten Kieslich, Bildbearbeitung ...

Das Thema ist nicht neu, wird aber immer wichtiger, da immer mehr Anwender die Vorzüge des RAW-Formats nutzen und gleichzeitig neue Kameras in immer kürzeren Abständen auf den Markt kommen.

Das grundsätzliche Problem der Hersteller und damit der RAW-Dateien ist, dass die einzelnen RAW-Formate gegeneinander abgeschottet sind. Jeder Kamera-Hersteller kodiert seine Daten anders und wacht eifersüchtig über diese Daten.

Entsprechend gibt es den Wunsch vieler Anwender, ein herstellerunabhängiges Format nutzen zu können, das die Verwendbarkeit der Daten auch nach einem Systemwechsel ermöglicht.

Ein weiteres Problem ist die Software, mit der die RAW-Bilder bearbeitet werden können. Kein RAW-Konverter kann alle RAW-Formate lesen. Man ist als Anwender daher oft an proprietäre Software gebunden. Angesichts der fortlaufenden Weiterentwicklung von Technologien zur Rohdatenbearbeitung befürchteten viele Fotografen, dass sie später aus Formatgründen nicht mehr auf ihre Dateien zugreifen können.

Der DNG-Konverter von Adobe sorgt hier für einen sicheren Weg durch den Dschungel der RAW-Formate. Adobe versucht mit diesem Programm, das Problem des Fehlens eines Standards mit einen eigenen offenen RAW-Format zu lösen und bietet seit 2004 das DNG-Format (Digital Negative Format) an.

Die proprietären RAW-Formate der Kamerahersteller lassen sich  über den kostenfrei bei Adobe erhältlichen DNG-Konverter verlustfrei mit wenigen Mausklicks in DNG-Dateien umwandeln, die als offener Standard dienen.

Die vom Sensor der Digitalkamera erfassten „rohen“ Pixel werden bei der Konvertierung in DNG mit den Standard-EXIF-Metadaten, Datum, Uhrzeit sowie Informationen zur verwendeten Kamera und zu den Kameraeinstellungen gespeichert. DNG wird – bis auf wenige Ausnahmen – im Gegensatz zu anderen RAW-Dateiformaten von allen wichtigen RAW-Konvertern unterstützt. Es kann daher sehr gut als Archivierungsformat genutzt werden, wenn Rohdaten aufbewahrt werden sollen. Das Format gewährleistet, dass die archivierten Dateien auch nach mehreren Jahren noch zugänglich sind, selbst wenn das ursprüngliche Kameraformat längst überholt ist.

Dateien im DNG-Format setzen sich, ganz ähnlich wie die ursprünglichen RAW-Daten, aus zwei Bereichen zusammen. Zum einen sind das die reinen Bilddaten, zum anderen ein Satz von Metadaten, der die notwendigen Beschreibungen zur Aufbereitung der Bilddaten mitliefert. Dank der Metadaten, die alle wichtigen Informationen zum digitalen Negativ enthalten, umfasst die DNG-Datei die volle Leistungsfähigkeit der RAW-Daten – mit dem Vorteil, dass es keine Rolle spielt, von welcher Kamera die Daten stammen.

Der DNG-Konverter von Adobe bietet auch die Möglichkeit, die Daten der Kamera in die DNG-Datei einzubetten. So lässt sich die ursprüngliche RAW-Datei später bei Bedarf aus der DNG-Datei wiederherstellen. Der Nachteil dieses Einbettens ist die Dateigröße, die natürlich entsprechend ansteigt.

Der DNG-Konverter von Adobe ist ein sehr handliches und übersichtliches Programm, um eine RAW-Sammlung zügig ins DNG-Format zu übertragen. Zuerst werden der Ordner mit den RAW-Dateien und der Zielordner für die DNG-Daten ausgewählt.

Der Dateiname kann noch um einige automatisierte Angaben wie Seriennummern oder das Datum erweitert werden. Durch die flexible Nummerierung lassen sich auch verschiedene Bildserien fortlaufend nummerieren und in einem Zielordner zusammenfassen. Durch die Möglichkeit, den Dateinamen um Zusatzangaben zu ergänzen, können DNG-Dateien dem eigenen Ablagesystem angepasst werden.

Über die Einbettung der originalen RAW-Dateien verfügt man so sowohl über die Vorteile des offenen RAW-Standards verfügt als auch über die ursprüngliche RAW-Datei der Kamera.

DNG versteht sich als nicht-destruktives Dateiformat. Die ursprünglichen RAW-Daten der Kamera können komplett in die DNG-Datei eingebettet werden, um später wieder aus der DNG-Datei ausgelesen werden zu können. Das Extrahieren der ursprünglichen RAW-Dateien funktioniert problemlos – es müssen lediglich Quell- und Zielverzeichnis ausgewählt werden.

Sie können den DNG-Konverter von Adobe kostenfrei unter www.adobe.com/de/products/dng herunterladen. (tok)

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