Konventionelle Bildbearbeitung ist veraltet

04. Oktober 2009
Torsten Kieslich Von Torsten Kieslich, Bildbearbeitung ...

Ich gebe zu, es klingt zunächst etwas irritierend, aber es ist im Kern schon richtig: die Bildbearbeitung alter Schule ist weitgehend passé, seit Photoshop über Einstellungsebenen und vor allem über Smart-Objekte verfügt. Damit kann jeder Anwender seine Bilder nicht-destruktiv bearbeiten.

Fotografen, die mit RAW-Dateien arbeiten, kennen die Grundlage des zerstörungsfreien Arbeitens schon aus dem RAW-Konverter, der grundsätzlich die Original-Daten nicht verändert. Doch auch ohne RAW bietet Photoshop die Möglichkeit, Bilder so zu bearbeiten, dass das Ausgangsbild jederzeit wieder hervorgeholt werden kann.

In früheren Zeiten wurden Bilder häufig durch Pixelveränderung bearbeitet, d.h. es wurden Änderungen direkt im Bild vorgenommen, die dann auch nicht wieder zurückzunehmen oder später zu ändern waren.

Ein erster Schritt in die zerstörungsfreie Bildbearbeitung sind die Einstellungsebenen von Photoshop. Beispielsweise kann man eine Einstellungsebene zur Tonwertkorrektur anlegen, die wie ein Filter über dem eigentlichen Bild liegt. Dabei bietet die Einstellungsebene sogar mehr Möglichkeiten als der direkt ins Bild eingreifende Befehl Bild -> Korrekturen -> Tonwertkorrektur.

So kann die Einstellungsebene im Verlauf der Bearbeitung jederzeit neu justiert werden, in der Deckkraft korrigiert werden oder ganz ein- und ausgeschaltet werden. Das ist besonders dann hilfreich, wenn Sie sich noch nicht ganz sicher sind, welches Ergebnis Sie mit welchem Werkzeug erzeugen können und zunächst etwas experimentieren möchten.

Noch einen Schritt weiter gehen die Smart-Objekte. Diese Dinger packen – bildlich gesprochen – Ihr Bild, d.h. die Ebene, die Sie bearbeiten, und dazu die einzelnen Werkzeuge, die Sie genutzt haben, schön übersichtlich in eine „Kiste“ in der Ebenenpalette. Wenn Ihnen später ein Bearbeitungsschritt nicht gefällt oder Sie später merken, dass Sie an einer Stelle lieber etwas ganz anderes gemacht haben, können Sie diesen Bearbeitungsschritt wieder „aus der Kiste“ hervorholen und ändern.

Um so ein Smart-Objekt zu erzeugen, klicken Sie einfach auf Ebene -> Smart-Objekte -> In Smart-Objekt konvertieren. In der Ebenenpalette erkennen Sie das Smart-Objekt an einem kleinen Symbol unten rechts in der Miniatur Ihrer Ebene. Wenn Sie nun ein Werkzeug oder einen Filter auf die Ebene, also das Smart-Objekt, anwenden, wird es automatisch nur auf dieses Smart-Objekt angewendet und in der Ebenenpalette angezeigt. Das unterscheidet das Smart-Objekt auch grundlegend von Einstellungsebenen. Während letztere auf alle unter ihr liegenden Ebenen wirkt, werden alle Änderungen in einem Smart-Objekt nur auf diese Ebene angewandt. Das ist gerade dann hilfreich, wenn Sie mit mehreren Ebenen arbeiten und einen bestimmten Effekt nur auf eine Ebene anwenden möchten.

Beide Möglichkeiten – die Smart-Objekte und die Einstellungsebenen – erlauben Ihnen, Ihre Bilder zu bearbeiten, ohne dass Ihre Originale beeinträchtigt werden und alle Änderungen später jederzeit wieder korrigieren und ändern zu können. (tok)

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