Mit Photoshop richtig Scharfzeichnen

09. Dezember 2009
Torsten Kieslich Von Torsten Kieslich, Bildbearbeitung ...

Beim Scharfzeichnen führen, wie bei vielen anderen Bildbearbeitungsaufgaben auch, viele Wege nach Rom. Es gibt keinen universellen Trick, der immer optimale Ergebnisse liefert. Dennoch kann man aber mit ein paar Kniffen dafür sorgen, eine möglichst gute Basis für eine gute Bildschärfung zu erhalten. Beachten Sie aber, dass das Schärfen eines Bildes immer etwas von „Versuch und Irrtum“ hat – an das optimale Ergebnis muss man sich fast immer herantasten.

Wichtig ist vor allem, dass die Bildbearbeitung der Digitalkamera nicht schon völlig brutal drauflosschärft. Das können Sie am leichtesten umgehen, indem Sie das RAW-Format Ihrer Kamera nutzen. Möchten Sie nicht mit RAW arbeiten oder bietet Ihre Kamera keine RAW-Ausgabe an, sollten Sie den Schärfungsgrad Ihrer Kamera auf einen niedrigen Wert einstellen oder ein Motiv-Programm nutzen, das von Hause aus nicht so stark schärft. Häufig gibt es ein spezielles Portrait-Programm, das weit weniger heftig schärft als beispielsweise ein Landschafts-Programm.

In Photoshop gehen Sie zur Schärfung dann so vor:

Wählen Sie den Filter Unscharf maskieren aus – er bietet optimale Einstellmöglichkeiten für ein gutes Bildergebnis. Betrachten Sie Ihr Bild in der 100-Prozent-Ansicht, um die Details beurteilen zu können.

Den Wert für die Stärke setzen Sie zunächst recht hoch an, etwa bei 200. Später können Sie ihn dann gezielt nach unten korrigieren.

Die Einstellung des Reglers für den Radius hängt von vielen Faktoren ab, u.a. auch von der Dateigröße. Als Faustregel gilt: Je mehr Megapixel, desto größer kann auch der Radius sein. Stellen Sie als Ausgangswert beispielsweise 2,0 ein.

Der Schwellenwert wird gern vernachlässigt – er ist jedoch für den Erhalt feiner Details wichtig. Je höher er eingestellt ist, um so mehr Bilddetails werden nicht geschärft. Sie können mit dem Schwellenwert gut verhindern, dass unliebsames Bildrauschen mitgeschärft wird.

Nachdem Sie Ihre Ausgangswerte gesetzt haben, schauen Sie sich Ihre Bilddetails genau an. Wenn an Kontrastkanten Überstrahlungen sichtbar werden, reduzieren Sie langsam den Stärke-Wert, bis die Überstrahlungen verschwunden sind.

Wenn das Motiv flach wirkt oder die Farben unnatürlich wirken, können Sie mit einer kleineren Radius-Einstellung gegensteuern.

Nun sollten Sie noch einen Blick auf Ihr Motiv werfen. Passt die Schärfung zum Bildeindruck? Treten unerwünschte Details zu stark hervor? Dann müssen Sie vielleicht noch etwas in der Stärke heruntergehen.

Oder werden Bildbereiche nicht ausreichend geschärft? Probieren Sie einmal, ob ein geringerer Schwellenwert hier für Verbesserung sorgt. (tok)

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