Objektivkorrektur: Besser in Photoshop oder in Camera Raw?

27. Juni 2011
Martin Vieten Von Martin Vieten, News & Trends, Bildbearbeitung, Photoshop Tutorials, Photoshop Elements, Digital Fotografieren, Multimedia ...

Sowohl Photoshop als auch Camera Raw bieten Ihnen die Möglichkeit, Verzerrungen und Verzeichnungen in Ihren Aufnahmen zu korrigieren. Wenn Sie einmal die Ergebnisse beider Funktionen miteinander vergleichen, werden Sie allerdings deutliche Unterschiede feststellen. Doch welche Objektivkorrektur liefert das bessere Ergebnis – die von Camera Raw oder die von Photoshop?

Insbesondere bei Fotos, die mit recht kurzer Brennweite (Weitwinkel) entstanden sind, treten unweigerliche Verzerrungen auf (es sei denn, Sie haben Ihre Kamera exakt lotrecht aufs Motiv gerichtet). Fotografieren Sie zum Beispiel eine Backsteinwand und die Kamera ist leicht nach rechts gedreht, erscheinen die einzelnen Backsteine am linken Bildrand deutlich größer als rechts.

Korrigieren lässt sich diese Verzerrung mit dem Filter OBJEKTIVKORREKTUR beziehungsweise im entsprechenden Register von Camera Raw. Doch beide Funktionen liefern unterschiedliche Ergebnisse – probieren Sie es einmal aus:

  1. Öffnen Sie eine geeignete Weitwinkelaufnahme zunächst in Camera Raw. Markieren Sie dazu das gewünschte Bild in Bridge und drücken sie <STRG>+<R>.
  2. Wechseln Sie zu den OBJEKTIVKORREKTUREN. Im Register MANUELL stellen Sie mit den Reglern VERTIKAL, HORIZONTAL und DREHEN das Bild so ein, dass in natura parallele Linien auch im Foto (annährend) parallel sind.
  3. Halten Sie die <SHIFT>-Taste gedrückt und klicken Sie auf OBJEKT ÖFFNEN.

Ihr Bild wird als Smart-Objekt in Photoshop geöffnet. Dort erzeugen Sie nun eine Ebenenkopie, um die Objektivkorrektur in Photoshop zu testen:

  1. Gehen Sie im EBENE-Menü auf SMART-OBJEKTE - NEUES SMART-OBJEKT DURCH KOPIE.
  2. Doppelklicken Sie in der EBENEN-Palette auf das neue Smart-Objekt. Es wird in Camera Raw geöffnet, dort setzen Sie alle Einstellungen unter OBJEKTIVKORREKTUREN auf 0 zurück. Bestätigen Sie mit OK.
  3. Zurück in Photoshop, rufen Sie unter FILTER die OBJEKTIVKORREKTUR auf. Stellen Sie dort im Register BENUTZERDEFINIERT unter TRANSFORMIEREN alles so ein, dass sich ein ähnlicher Bildeindruck wie bei der Korrektur in Camera Raw ergibt.

Sie haben jetzt zwei Versionen, die Sie über das An- und Abschalten in der EBENEN-Palette gleicht miteinander vergleichen können. Auf den ersten Blick fällt auf: Die Korrektur in Photoshop schneidet deutlich mehr vom Bild ab als Camera Raw. Wenn Sie genauer hinsehen, werden Sie allerdings feststellen, das Camera Raw an den Bildrändern die Proportionen verzerrt. Das entspricht zwar den Abbildungsbedingungen eines Weitwinkelobjekts, wirkt jedoch oft irritierend.

Fazit: Wenn Sie damit leben können, dass die OBJEKTIVKORREKTUR in Photoshop Ihr Bild stärker beschneidet als Camera Raw, ist diese vorzuziehen. (mv)

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