So bekommt Ihr Motiv einen neuen Hintergrund

16. Juli 2013
Joachim Müller (Herausgeber) Von Joachim Müller (Herausgeber), IT Sicherheit ...

So manches Motiv entfaltet seine volle Schönheit erst, wenn Sie es in eine neue Umgebung verpflanzen. Wie unser Laubfrosch: Er hing an der weißen Hauswand, keine schöne Umgebung für den Grünrock.

Doch mit Photoshop ist es keine Hexerei, den Lurch wieder in sein natürliches Habitat zu setzen. Mehr noch: Haben Sie das Hauptmotiv erst einmal vom störenden Hintergrund befreit, spendieren Sie ihm per Mausklick eine Kulisse Ihrer Wahl. Wir verwenden hier Photoshop CS2, doch CS und CS3 eignen sich ebenso gut zum Kulissenschieben.

Jetzt kommt der neue Hintergrund ins Bild

Beginnen Sie Ihre Montage-Arbeit, indem Sie die Datei mit Ihrem freigestellten Hauptmotiv öffnen. Als Nächstes holen Sie auch die Datei mit dem neuen Hintergrund auf den Schirm.

Dann transferieren Sie den Hintergrund in das Frosch-Bild:

  1. Markieren Sie das komplette Bild aus der Hintergrund-Datei mit der Tastenkombination STRG+A. Mit STRG+C kopieren Sie es dann in die Zwischenablage.
  2. Schließen Sie die Datei mit dem Hintergrundbild – Sie benötigen sie nicht mehr.
  3. Fügen Sie den Inhalt der Zwischenablage in das Frosch-Bild ein – mit STRG+V geht’s am schnellsten.
  4. Ups, der Frosch ist verschwunden! Ziehen Sie in der Ebenenpalette den Hintergrund eine Etage nach unten, schon ist er wieder zu sehen.

Zur besseren Übersicht haben wir die Ebenen neu benannt: Doppelklicken Sie einfach auf die Bezeichnung in der Ebenenpalette und geben Sie die Namen Frosch bzw. Pflanzenhintergrund ein.

Passen Sie die Farben der Kulisse an

Auf den ersten Blick wirken die grünen Blätter mit ihren Wassertropfen bereits als beeindruckende Kulisse. Allerdings: Das Pflanzengrün wirkt etwas kühl. Außerdem ist der Hintergrund gestochen scharf – das lenkt von der Hauptsache ab.

Zuerst gleichen wir die Farbstimmung zwischen dem Frosch und seiner neuen Umgebung an:

  1. Ist die Ebene Pflanzenhintergrund ausgewählt? Wenn nicht, klicken Sie einmal auf deren Ebenenminiatur.
  2. Jetzt gehen Sie im Menü Ebene auf Neue Einstellungsebene, Selektive Farbkorrektur. Den nachfolgenden Dialog bestätigen Sie mit OK.
  3. Unter Farben nehmen Sie Grüntöne. Cyan regulieren Sie auf –50 % herunter, Magenta und Gelb erhöhen Sie jeweils auf +50 %.
  4. Geben Sie auch noch +10 % Schwarz hinzu – das dunkelt den Hintergrund etwas ab.
  5. Für Methode nehmen Sie Relativ, dann klicken Sie auf OK.

Jetzt harmoniert der grüne Hintergrund schon viel besser mit unserem Laubfrosch.

Wie der Hintergrund unscharf wird

Der Frosch saß bei der Aufnahme nur wenige Zentimeter von der Kamera entfernt – da kann der Hintergrund nicht auch noch scharf fotografiert werden. Sorgen Sie also für einen unscharfen Hintergrund – Ihre Montage wird damit glaubwürdiger:

  1. Falls noch nicht geschehen, wählen Sie Pflanzenhintergrund in der Ebenenpalette aus.
  2. Weiter geht’s im Menü Filter – hier nehmen Sie Weichzeichnungsfilter, Tiefenschärfe abmildern. (In Photoshop CS steht Ihnen dieser Filter nicht zur Verfügung – nehmen Sie stattdessen Gaußscher Weichzeichner.)
  3. Im umfangreichen Filtermenü aktivieren Sie Ebenenmaske und Umkehren. Als Form wählen Sie Fünfeck.
  4. Mit „40“ für den Radius lassen Sie den Hintergrund in Unschärfe zerfließen.
  5. Unter Spiegelartige Lichter sorgen Sie für eine fotografisch korrekte Unschärfe. Unser Hintergrundbild wirkt am besten mit „25“ für Helligkeit und einem Schwellenwert von „242“.

Nach einem Klick auf OK sieht Ihre Komposition bereits aus, als wäre sie genau so fotografiert worden.

Letzte Details anpassen

Der neue Hintergrund für unseren Laubfrosch wirkt ein bisschen unruhig. Zum Glück ist die Kulisse wesentlich größer als das Hauptmotiv. Mit dem Verschieben-Werkzeug aus der Werkzeugpalette können Sie den Hintergrund so positionieren, dass der Frosch besonders gut zur Geltung kommt.

Übrigens: Ihr Frosch ist weiterhin freigestellt. Probieren Sie doch einmal einen anderen Hintergrund für den grünen Gesellen aus. Wenn Sie Ihre Montage als PSD-Datei speichern, haben Sie alle Freiheiten für spätere Variationen. Sind Sie von Ihrem Ergebnis restlos überzeugt, speichern Sie es als JPEG-Datei – spätere Manipulationen sind dann allerdings nicht mehr möglich. (nh)

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