So sorgen Sie für naturgetreue Farben

02. Oktober 2012

Bisweilen kann es vorkommen, dass Ihr Foto eine ganz andere Farbstimmung zeigt, als Sie in Erinnerung hatten. Das passiert besonders schnell, wenn Ihr Motiv von verschiedenen Lichtquellen beleuchtet wird.  

In Photoshop gibt es mehrere Wege, einen Farbstich loszuwerden. Heute nehmen wir dazu die Gradationskurven aus Photoshop CS3 – eine ältere Version tut’s aber ebenso. Bei diesem Verfahren können Sie gleich im selben Arbeitsgang auch noch die Kontraste in Ihrem Bild verbessern.

Richten Sie Ihre Werkzeuge optimal ein

Damit Sie die Farb- und Helligkeitswerte in Ihrem Foto korrekt bestimmen können, richten Sie zunächst die Pipette ein:

  1. Nehmen Sie das Pipette-Werkzeug aus der Werkzeugpalette.
  2. Wählen Sie aus der Liste Aufnahmebereich die Vorgabe 3 x 3 Pixel Durchschnitt.

Für die eigentliche Korrektur brauchen Sie den Dialog Gradationskurven. Auch ihn stellen Sie zuerst optimal für Ihre Korrektur ein:

  1. Rufen Sie mit der Tastenkombination STRG+M die Gradationskurven auf.
  2. Doppelklicken Sie auf die Schwarz-Pipette. Im nachfolgenden Dialog geben Sie in die Felder R, G und B jeweils 10 ein. Schließen Sie den Dialog Zieltie- fenfarbe auswählen mit OK.
  3. Als Nächstes kümmern Sie sich um die Mitteltöne: Doppelklicken Sie auf die Grau-Pipette und legen Sie für R, G und B jeweils 127 fest. Für die Weiß-Pipette geben Sie jeweils 245 vor.
  4. Schließen Sie den Dialog Gradationskurven mit OK. Die nachfolgende Sicherheitsabfrage bestätigen Sie mit Ja.

So optimieren Sie die dunklen Farbtöne in Ihrem Bild

Zu Beginn sorgen Sie für die richtige Farbwiedergabe in den dunklen Bildpartien:

  1. Drücken Sie die Tastenkombination STRG+0 – damit zeigt Photoshop Ihr komplettes Bild an.
  2. Die Gradationskurven rufen Sie wieder per STRG+M auf.
  3. Jetzt ermitteln Sie die dunkelsten Stellen in Ihrem Bild: Halten Sie die ALT-Taste gedrückt und klicken Sie auf den Tiefen-Regler (links). Photoshop zeigt nun die dunkelsten Bildpartien schwarz an. Wenn Sie kein Schwarz sehen, ziehen Sie den Regler behutsam nach rechts.
  4. Lassen Sie die ALT-Taste los. Dann aktivieren Sie die Schwarz-Pipette und klicken damit in eine Bildpartie, die sie soeben als besonders dunkel ermittelt haben.

OK, die Tiefen haben Sie schon einmal optimiert. Lassen Sie aber den Dialog Gradationskurven weiterhin geöffnet – Sie benötigen ihn noch.

Wie Sie die Lichter verbessern

Nun optimieren Sie die Wiedergabe der hellsten Farbtöne:

  1. Ziehen Sie wieder bei gedrückter (Alt)-Taste den rechten Lichter-Regler so weit nach links, bis sich erste Flächen aus dem Schwarz herausschälen.
  2. Jetzt nehmen Sie die Weiß-Pipette und klicken in die hellste Bildpartie. Lassen Sie den Dialog Gradationskurven weiterhin geöffnet – Sie sind noch nicht fertig.

TIPP: Schalten Sie probehalber einmal die Vorschau in den Gradationskurven aus und wieder an. Sie sehen deutlich, dass Photoshop Belichtung und Kontrast bereits verbessert hat.

Jetzt kommen die korrekten Farben dran

Damit Photoshop die Farben in Ihrem Bild naturgetreu anpassen kann, messen Sie mit der Grau-Pipette eine farbneutrale Partie mittlerer Helligkeit. Dummerweise gibt es dazu keinen Trick mit der ALT-Taste wie für die Tiefen und Lichter. Ermitteln Sie die richtige Position nach Augenmaß. Oder nehmen Sie die Info-Palette zur Hilfe:

  1. Öffnen Sie mit der Taste F8 die Info-Palette.
  2. Nehmen Sie die Grau-Pipette und fahren Sie damit über Bildpartien, die möglichst neutralgrau sein sollten. Oftmals sind dies weiße Flächen, die im Schatten liegen.
  3. Beobachten Sie die RGB-Werte in der Info-Palette: Die erste Spalte sollte im Mittel etwa einen Wert von 125 ergeben. Sobald Ihre Grau-Pipette auf eine entsprechende Bildpartie zeigt, klicken Sie. Eventuell müssen Sie verschiedene Bildpartien ausprobieren, bis Sie mit dem Ergebnis zufrieden sind.
  4. Fertig! Jetzt dürfen Sie den Dialog Gradationskurven mit OK schließen.

Am besten wiederholen Sie das Verfahren noch ein paar Mal für verschiedene Bilder, bis es Ihnen in Fleisch und Blut übergegangen ist. Sie werden staunen, bei wie vielen Aufnahmen es für eine Verbesserung von Farben und Kontrasten sorgt.

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