So sparen Sie Zeit mit der Entwicklungsautomatik in Bridge

21. Mai 2013

Profi-Fotografen bevorzugen bei der Aufnahme das RAW-Format. Hier bleibt die Kamera-interne Bildbearbeitung außen vor. Die Daten gelangen exakt in der Form auf die Speicherkarte, in der sie der Sensor aufgezeichnet hat. So haben Sie in Photoshop absolut freie Hand, wenn es um die Optimierung oder kreative Veränderung Ihrer Fotos geht.

Die Kehrseite der Medaille ist: Sie müssen jede Bilddatei zunächst „in die Hand nehmen“ und entwickeln, um schließlich herkömmliche JPEG-Dateien zu erhalten. Erst diese können Sie drucken oder im Internet präsentieren, RAW-Dateien dagegen nicht.

Verständlich, wenn Ihnen das zu viel Arbeit ist. Doch Bridge CS3 kann Ihnen im Zusammenspiel mit Adobe Camera Raw (ACR), dem RAW-Konverter von Photoshop, eine Menge Arbeit abnehmen: Lassen Sie Ihre RAW-Dateien zunächst automatisch entwickeln und passen Sie dann nur noch die Einstellungen von Problemfotos individuell an. So erhalten Sie auch von einer Speicherkarte voller Urlaubsbilder im Handumdrehen JPEG-Dateien mit bester Bildqualität.

Zunächst legen Sie Ihre Grundeinstellungen fest

Damit Sie mit der Belichtungsautomatik von Bridge beste Ergebnisse erzielen, sollten Sie für jede ISO-Empfindlichkeit eigene Vorgaben ablegen. Wenn Sie verschiedene Kameras benutzen, weisen Sie auch jedem Apparat seine speziellen Vorgaben zu. In unserem Beispiel beginnen wir mit Fotos, die bei ISO 200 aufgenommen wurden:

  1. Starten Sie Bridge und aktivieren Sie im Menü Fenster den Eintrag Metadaten.
  2. Suchen Sie eine RAW-Datei, die mit ISO 200 im Metadaten-Fenster angezeigt wird. Öffnen Sie diese mit STRG+R im ACR. 

Im ACR legen Sie nun die Entwicklungseinstellungen fest, die zukünftig für alle Ihre Bilder mit ISO 200 gelten sollen:

  1. Für Weißabgleich nehmen Sie Wie Aufnahme – damit verändert Photoshop die Weißabgleich-Vorgabe Ihrer Kamera nicht.
  2. Die Vorgaben für Belichtung etc. ändern Sie nicht.
  3. Die untersten drei Regler Klarheit, Dynamik und Sättigung stellen Sie ganz nach Geschmack ein. Wählen Sie keine extremen Werte – Sie können später immer noch hoch- oder runterregeln.
  4. Weiter geht’s im Register Details. Schalten Sie mit der Tastenkombination STRG+ALT+0 in die 100%-Darstellung um. 
  5. Für die Rauschreduzierung geben Sie mit dem Farbe-Regler 7 vor, wenn Sie eine digitale Spiegelreflexkamera verwenden. Für Kompaktkameras, die in der Regel stärker rauschen, nehmen Sie für Farbe einen Wert zwischen 10 und 20.
  6. Schließlich stellen Sie die Regler im Bereich Schärfen noch ein, wie in der Abbildung gezeigt.

Das war’s auch schon mit den Grundeinstellungen. Klicken Sie jetzt aber noch nicht auf Fertig! Sie müssen Ihre Einstellungen noch speichern.

So speichern Sie Ihre Einstellungen

Speichern Sie Ihre Einstellungen nun, sodass Sie sie später mit einem Klick aufrufen können:

  1. Klicken Sie auf das Symbol Optionen und nehmen Sie Einstellungen speichern.
  2. Im Dialog Einstellungen speichern schalten Sie die Optionen ein, wie in der Abbildung gezeigt.
  3. Klicken Sie auf Speichern. Geben Sie einen Dateinamen ein, der aus der Typenbezeichnung Ihrer Kamera und der ISO-Zahl besteht.

Damit haben Sie Ihre Grundeinstellungen für ISO-200-Fotos gespeichert. Klicken Sie im ACR auf Abbrechen – Sie werden die Aufnahme jetzt zusammen mit weiteren Fotos automatisch entwickeln.

Wie Sie die Entwicklungsautomatik nutzen

Jetzt kommt der Clou! Entwickeln Sie einen ganzen Stapel RAW-Dateien in einem Rutsch. Dazu gehen Sie folgendermaßen vor:

  1. Markieren Sie in Bridge bei gedrückter STRG-Taste eine Reihe von Aufnahmen, die Sie mit ISO 200 aufgenommen haben. Öffnen Sie die ausgewählten Dateien mit STRG+R im ACR. 
  2. Klicken Sie links oben auf Alles auswählen. Öffnen Sie das Optionsmenü und wählen Sie Einstellungen laden. Im nachfolgenden Dialog wählen Sie die soeben gespeicherte ISO-200-Einstellung aus. Nachdem Sie die Einstellung einmal geladen haben, finden Sie sie zukünftig bequem im Optionsmenü unter Vorgaben anwenden.
  3. Klicken Sie auf Auto, damit Camera Raw für jedes Foto automatisch die besten Belichtungseinstellungen wählt.

Fertig! Photoshop hat die von Ihnen festgelegte Grundeinstellung für alle Fotos übernommen.

Tipp! Nicht immer findet die Automatik für jedes Bild die Einstellungen, die Ihnen am meisten zusagen. Sie können weiterhin jedes Foto individuell an Ihre Vorstellungen anpassen. Wählen Sie es einfach in der Übersicht links aus und stellen Sie die Regler ganz nach Ihrem Geschmack ein. (nh)

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