Stets die richtigen Farben mit Photoshop

01. August 2011
Martin Vieten Von Martin Vieten, News & Trends, Bildbearbeitung, Photoshop Tutorials, Photoshop Elements, Digital Fotografieren, Multimedia ...

Wer Bilder druckt oder im Online-Labor abziehen lässt, kann oft sein blaues Wunder erleben – und das im wahrsten Sinne des Wortes: Auf dem Papier sehen die Farben völlig anders aus als auf dem Bildschirm. Wie kommt es dazu und wie sorgen Sie für eine farbrichtige Ausgabe?

Ein großes Problem bei der Bildbearbeitung: Ob Scanner, Digitalkamera, Drucker oder Monitor – jedes Gerät stellt Farben anders dar. Damit Sie möglichst farbneutrale Ergebnisse erhalten, muss jedes Gerät kalibriert und profiliert sein.

Was sich jetzt kompliziert anhört, ist in der Praxis relativ einfach. Denn sowohl Ihr Betriebssystem als auch Photoshop kümmern sich um eine neutrale Farbwiedergabe. Alles, was Sie brauchen, sind die nötigen Farbprofile. Bei Eingabegeräten wie Scanner oder Digitalkameras spielen Farbprofile in der Praxis keine so große Rolle. Sobald Sie Ihren Scanner richtig eingerichtet haben, wissen Photoshop und Windows, was zu tun ist.

Problemkind Nr.1 ist Ihr Monitor. Viele PC-Benutzer passen direkt am Gerät Helligkeit, Kontrast, Farbwiedergabe etc. nach ihrem Geschmack an. Sitzen Sie in einem hellen Zimmer, strahlt auch Ihr Monitor heller als in einem dunklen Raum. Kein Wunder, wenn nun die Ausdrucke zu dunkel geraten – schließlich haben Sie ja die Helligkeit Ihres Fotos auf einem zu hellen Bildschirm eingestellt und dabei in der Regel abgedunkelt.

Dieses Problem umgehen Sie mit einem Kalibrierungstool, wie dem Spyder von Datacolor (ab ca. 85 Euro). Das Tool besteht aus einem Messgerät (Colorimeter), das Sie vor Ihrem Bildschirm platzieren. Dazu gibt’s eine Software, die Ihnen Schritt für Schritt hilft, den Monitor perfekt einzustellen. Kann Ihr Display bestimmte Farben nicht korrekt wiedergeben, schreibt die Mess-Software Korrekturwerte in eine Profildatei. Photoshop verwendet dieses Farbprofil für eine korrekte Bildschirmdarstellung.

TIPP: Für die Bildbearbeitung optimierte TFT-Bildschirme sind meist ab Werk mit einem Farbprofil versehen. Sie können es von der mitgelierten CD installieren oder aus dem Internet beziehen. Und in Windows 7 gibt es den Assistenten BILDSCHIRM FARBKALIBRIERUNG, mit dessen Hilfe sich das Display recht gut einstellen lässt.

Ihr Monitor zeigt die korrekten Farben, trotzdem sind die Ausdrucke farbstichig? Dann liegt das Problem am Drucker. Auch hier gibt es Farbprofile, die Abweichung des Geräts vom Soll-Wert kompensieren. Sie gelten aber jeweils nur für eine bestimmte Papier- und Tintensorte. Es liegt auf der Hand, dass die Druckerhersteller nur Profile für ihr Papier und ihre Tinten mitliefern – sie werden automatisch zusammen mit dem Druckertreiber installiert. Hersteller hochwertige Fotopapiere (z. B. Hahnemühle) bieten zu ihren Papiersorten die passenden Profile für ausgewählte Drucker zum Download an. Für Billigpapier aus dem Supermarkt und Tinten von Fremdherstellern gibt es hingegen keine Profile. Zwar könnten Sie diese selber erstellen, die dazu nötigen Werkzeuge sind jedoch recht kostspielig (ca. 500 Euro). Wenn Sie also Probleme mit farbstichigen Drucken haben, probieren Sie Original-Papier und -Tinte Ihres Druckerherstellers. (mv)

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